Das Schwarzwald-Baar Klinikum schreibt zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen, seit das Großklinikum in Villingen-Schwenningen 2013 in Betrieb genommen wurde. Demnach erzielte das Klinikum 2017 einen Gewinn von 2,85 Millionen Euro bei einem Jahresumsatz von rund 257 Millionen Euro, wie aus einer aktuellen Mitteilung des gemeinnützigen Unternehmens mit rund 2900 Mitarbeitern hervorgeht.

Was das Klinikum in seiner Pressemitteilung allerdings nicht sagt: Der Jahresüberschuss fällt im Vergleich zu 2016 deutlich kleiner aus. Damals betrug der Überschuss noch 3,96 Millionen Euro – und das einem niedrigeren Umsatz, der 2016 bei rund 249 Millionen Euro lag.

Der Gewinn bleibe im Unternehmen, um dort auch wieder investiert zu werden, so die Mitteilung weiter. „Wir freuen uns über das positive Ergebnis“, wird Klinikum-Chef Matthias Geiser zitiert. Zinsen und Abschreibungen für den Neubau stemmte das Klinikum erneut aus eigener Kraft. Geiser schreibt den Erfolg den „erstklassigen medizinischen und pflegerischen Leistungen“ zu. „Für die Zukunft sind wir gut aufgestellt“, doch ständige Investitionen seien nötig.

  • Patientenzahlen: Insgesamt versorgte das Klinikum 2017 rund 50 000 Patienten stationär sowie fast 160 000 Patienten ambulant – entsprechend dem Vorjahresniveau. Die Auslastung lag bei knapp 80 Prozent.
  • Personal: Das Klinikum stockte Personal auf, „vor allem in den patientennahen Dienstarten gingen die Zahlen 2017 nach oben“. Im Schnitt seien diesen Bereichen 64 Vollkräfte mehr als im Jahr davor beschäftig worden. Zur Entlastung auf den Stationen seien zum Beispiel 30 Stellen für Organisationsassistenten geschaffen worden.
  • Geburten: Hier gab es 2017 einen Spitzenwert mit 2382 Babys. 2016 waren es 2292 Kinder.
  • Investitionen: 2017 wurden knapp 6,5 Millionen Euro in apparative Ausstattungen gesteckt. Zudem investiert das Klinikum in Sanierungs- und Bauarbeiten am Standort Donaueschingen insgesamt rund sechs Millionen Euro. Ab Ende 2018 soll es auf allen Stationen Zweibettzimmer-Standard geben.
  • Aus- und Fortbildung: 2017 gab es im Klinikum knapp 270 Ausbildungsplätze. Das Bildungsangebot soll noch ausgebaut werden, etwa durch eine Akademisierung der Hebammenausbildung oder die klinische Ausbildung von Ärzten, an der sich das Klinikum bekanntlich auf dem Niveau einer Uni-Klinik beteiligen will.