Die Deutsche Kinderkrebsnachsorge, Stiftung für das chronisch kranke Kind stellt, sich unter bewährter Führung neuen Herausforderungen: Die Stiftungsvorstände Roland Wehrle und Sonja Faber-Schrecklein kündigten im Rahmen einer Sitzung des Stiftungsrates für das Frühjahr 2021 die Eröffnung einer weiteren Nachsorgeklinik in Strausberg bei Berlin an, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dieser Einrichtung etabliere die Stiftung das Behandlungsmodell der Familienorientierten Nachsorge endgültig auch im Osten der Bundesrepublik. Der Stiftungsrat bestätigte zugleich Roland Wehrle und Sonja Faber-Schrecklein für weitere fünf Jahre im Amt des Vorstandes. Für Roland Wehrle beginnt damit die bereits sechste, für Sonja Faber-Schrecklein die fünfte Amtszeit.

Tannheim ist das große Vorbild

Nach der „Erfolgsgeschichte Tannheim“ habe für die Deutsche Kinderkrebsnachsorge die Sicherstelllung weiterer Behandlungsplätze für Familien mit krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Kindern sowie verwaiste Familien oberste Priorität. Unter diesen Vorzeichen sei auch das Engagement der Stiftung in Brandenburg zu sehen, so Stiftungsvorstand und Tannheim-Geschäftsführer Roland Wehrle. Das Engagement der Deutschen Kinderkrebsnachsorge in Strausberg bei Berlin reicht bis ins Jahr 1990 zurück. Schon kurz nach dem Fall der Berliner Mauer unterstützte die Stiftung die spätere Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg in der einstigen SED-Waldsiedlung in Bernau, die dort bis heute unter schwierigen räumlichen Bedingungen krebs-, herz- und mukoviszidosekranke Kinder sowie verwaiste Familien behandelt. Dass gegenwärtig in Strausberg bei Berlin unmittelbar am Ufer des Straussees ein Klinikneubau entsteht, ist Mäzen Peter Fritz zu verdanken, der für das Vorhaben über die Peter und Ingeborg Fritz- Stiftung 20 Millionen Euro bereitstellt. Doch ebenso braucht es das Engagement der Deutschen Kinderkrebsnachsorge: Sie finanziert im Zusammenspiel mit weiteren Gesellschaftern die auf rund fünf Millionen Euro taxierte, komplette Inneneinrichtung der Nachsorgeklinik. Eröffnung soll in Strausberg bei Berlin im Frühjahr 2021 sein.

Neubau für 25 Millionen Euro

Die Weichen für das bereits im Bau befindliche 25-Millionen-Projekt stellte Stiftungsinitiator Roland Wehrle in jahrelanger Vorarbeit. Er unterstrich im Rahmen einer Pressekonferenz, wie wichtig es sei, die so erfolgreiche Arbeit der vergangenen 25 Jahre nun auch dauerhaft auf den Osten des Landes auszudehnen und dort weitere Behandlungsplätze zu schaffen. Roland Wehrle: „An die Realisierung dieses Vorhabens habe ich immer geglaubt.“ Am Bedarf gebe es keinen Zweifel: Die Nachsorgeklinik Tannheim sei seit Jahren voll belegt. Besonders Familien, die ein Kind verloren haben, fragen das Angebot der „Verwaisten Reha“ stark nach. Auf der Warteliste stehen aktuell 79 Familien, die frühestens 2020 aufgenommen werden können. Weitere Behandlungsplätze werden dringend für herz- und mukoviszidosekranke Kinder und ihre Familien gebraucht.