Schwarzwald-Baar – Am gemeinsamen Pilotprojekt eines Notfall-Simulationszentrums wollen das Schwarzwald-Baar Klinikum, die Rot-Kreuz-Landesschule Baden-Württemberg und die Hochschule Furtwangen University (HFU) trotz Rückschlägen weiter festhalten – und haben sich dazu jetzt die Unterstützung der bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Martina Braun gesichert. Das geht aus einer Pressemitteilung des Klinikums hervor.

Ausbildung soll schneller und besser werden

Zweck des Schulungszentrum soll es sein, die Ausbildung für Notärzte und für Notfallsanitäter gezielter und kürzer zu gestalten. „Die Idee: Ein Teil der Ausbildung könnte in einem Simulationszentrum abgeleistet werden“, so das Klinikum. „Ein gemeinsam geplantes Pilotprojekt in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen, das im Juni 2018 an den Start gehen sollte, wurde allerdings vom Regierungspräsidium Karlsruhe kurzfristig nicht genehmigt.“

Doch das Schwarzwald-Baar Klinikum ist verpflichtet, ausreichend viele hoch qualifizierte Ärzte für die Rettungsdienststandorte in der Region vorzuhalten, wird Ulrich Fink, Ärztlicher Direktor des Klinikums, zitiert „Wir müssen Ärzte dafür gewinnen. Einer der Engpässe dabei ist die Ausbildung des Notarzt-Nachwuchses.“ Bislang müssen Ärzte in der Notarztausbildung 50 Einsätze unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes vorweisen, meist dauere das etwa zwei Jahre lang.

Spezielle medizinische Übungspuppen für Notfallsituationen

Um die Ausbildung zu verkürzen und zu verbessern, habe das Klinikum gemeinsam mit der DRK-Landesschule hat das Klinikum die Idee entwickelt, ein Simulationszentrum für medizinische Notfall-Trainings zu gründen. Dabei könnten mit Hilfe hochspezialisierter medizinischer Übungspuppen sehr realitätsnah verschiedene Notfallsituationen durchgespielt und richtiges Verhalten geübt werden. Die DRK-Landesschule erhoffe sich zudem einen großen Nutzen für die Ausbildung von Notfallsanitätern. Es sei dabei aber oft schwierig, die nötigen Ausbildungsstunden in den Fachbereichen Anästhesie und Pädiatrie abzuleisten, so Schulgeschäftsführer Alfred Schulz.