Wie finden die Rettungskräfte den Ort des Unglückes? Das probten der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und das Kreisforstamt in einer gemeinsamen Übung in einem Waldstück zwischen Mönchweiler und Obereschach. Solche Praxistage sind beim DRK fester Bestandteil der Ausbildung zum Notfallsanitäter und behandeln jeweils ein anderes Schwerpunktthema.

Navigation per App

In ganz Baden-Württemberg sind im Wald sogenannte Rettungspunkte festgelegt. Diese beinhalten immer das Kürzel des Landkreises und eine Zahl, beispielsweise VS/566. Bei einem Unglück werden die Rettungskräfte an den nächst gelegenen Rettungspunkt navigiert, wo sie von einem Lotsen zum Unfallort geleitet werden. Die Rettungspunkte können am zuständigen Forstamt oder über die App „Hilfe im Wald“ erfragt werden.

Landesweit gibt es Rettungspunkte im Wald, an denen sich die Sanitäter orientieren.
Landesweit gibt es Rettungspunkte im Wald, an denen sich die Sanitäter orientieren. | Bild: DRK Kreisverband Villingen-Schwenningen

Nach dem Theorieteil zu Themen wie stark blutenden Wunden oder dem Umgang mit Schienungsmaterial trafen sich die Auszubildenden und Mitarbeiter von DRK und Forstamt, um bei vier Grad Celsius Außentemperatur einen Notruf durchzuspielen. Wie läuft ein Notruf ab? Welche Informationen werden erfragt, nachdem wir die 112 gewählt haben? Die jungen Menschen haben so die Gelegenheit, ihr theoretisches Fachwissen unter realen Bedingungen umzusetzen. Das DRK Schwarzwald-Baar bildet jedes Jahr mindestens vier Notfallsanitäter aus.

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