Die Planungen für den Lückenschluss der Bundesstraße B 523 nördlich von VS-Villingen sollen deutlich früher fortgeführt werden als in der Region bislang befürchtet wurde. Ab dem ersten Halbjahr 2020 werde das Regierungspräsidium das Projekt konkret vorantreiben, teilte Landrat Sven Hinterseh am Freitagabend nach einem Gesprächstermin mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in Freiburg mit. Er sei der Regierungspräsidentin "persönlich sehr dankbar".

Bislang drohte eine mögliche Wartefrist auf den Planungsstart bis maximal 2025. Das Land muss die diversen Straßenbauprojekte des Bundes in den kommenden Jahren umsetzen und entwickelte dazu ein Umsetzungskonzept, in welcher Reihenfolge die Landesstraßenbauverwaltung die Vorhaben realisieren soll. Dabei war der Lückenschluss in Südbaden an die letzte Stelle aller Vorhaben gerutscht, deren Planung offiziell bis 2025 beginnen soll.

Das hatte enttäuschte bis empörte Reaktionen zur Folge – insbesondere im westlichen Schwarzwald-Baar-Kreis, der schon lange auf eine bessere Anbindung an die Autobahn A81 wartet. Unter anderem forderte der Kreistag in einer Resolution eine Korrektur dieser Festlegung.

Am Freitagabend meldeten sich auch Abgeordnete aus der betroffenen Region zu Wort. Zufrieden zeigten sich die Landtagsabgeordneten Martina Braun (Grüne) und Karl Rombach (CDU) in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Den Planungsbeginn im Jahr 2020 hätten Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer "festgezurrt". Braun und Rombach verwiesen darauf, dass sie sich für eine rasche Umsetzung des Lückenschlusses stark gemacht hätten.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei begrüßte den angekündigten Planungsstart 2020 in einer Mitteilung als "Lichtblick". Er hoffe aber auch, "dass die Ankündigung des Regierungspräsidiums nicht nur ein Lippenbekenntnis zur Beruhigung der Gemüter ist, sondern tatsächlich Wirklichkeit wird.“