„Ist das Kunst oder „muss“ das weg?“ Unter diesem Titel hat der ehemalige Hüfinger Bürgermeister Anton Knapp ein neues Buch herausgebracht. Darin: Impulse für die Debatte um Kunst im öffentlichen Raum. Im Foyer des Landratsamtes stellte der Autor das im Dold-Verlag erschienene Werk vor. Knapps mit Kunstwerken der Antike und Gegenwart reich bebildertes Buch bietet eine praktikable und interessante Anleitung, sich der Kunst anzunähern.

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Aufzeigen, dass Kunst auch jenseits der Hochkultur, also jenseits von großen Museumsbauten, von Opernhäusern und Konzertsälen, eine gesellschaftliche Bedeutung hat, belegt der Autor mit Texten und Bildern auf 150 Seiten. Da wird geklärt, was öffentlicher Raum ist, und wie Kunst sich da von der Antike bis zur Gegenwart findet.

Mit der Ausgabe seines Buches bedankte sich Anton Knapp bei Martina Braun. Die Abgeordnete hatte Ministerpräsident Kretschmann für das Vorwort gewonnen.
Mit der Ausgabe seines Buches bedankte sich Anton Knapp bei Martina Braun. Die Abgeordnete hatte Ministerpräsident Kretschmann für das Vorwort gewonnen. | Bild: Winkelmann-Klingsporn, Elisabeth

Eine Kommune kann mit Kunst im öffentlichen Raum, auf Plätzen und Straßen, in Parks und öffentlichen Gebäuden, Akzente setzen, attraktive Lebensräume schaffen, Dialoge auslösen. Die Stadt Hüfingen ist, wie nicht anders zu erwarten, dem Autor ein gutes Beispiel aus der Praxis. Dank des Engagements von Martina Braun hat Ministerpräsident Kretschmann ein Vorwort beigesteuert. Darin lobt er das Werk als „eine fundierte und inspirierende Beschäftigung mit dem Thema Kunst im öffentlichen Raum“. 

Auf der letzten Seite hinterfragt der erfahrene Kommunalpolitiker Anton Knapp noch, ob die Zuordnung von Kultur als freiwillige Aufgabe angemessen sei. „Ein Kulturbegriff, der Daseinsvorsorge über die Grundversorgung hinaus begreift, muss Kunst und Kultur als Pflichtaufgabe begreifen.“