Auch wenn sich der Winter noch nicht endgültig verabschieden will, so ist Eines ziemlich sicher: die Saison ist für die Betreiber der Skilifte in Oberkirnach bei St. Georgen vorbei. Für die Liftbetreiber war der Winter eher durchwachsen. Offensichtlich ist der Klimawandel spürbar.

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Von einer "in Zeiten des Klimawandels noch einigermaßen guten Saison" spricht Willi Stockburger vom Brigachlift. Generell würden die Tage, an denen die Schlepplifte in Betrieb sind, weniger. Besonders getroffen hat die Betreiber, dass das Geschäft zur Weihnachtszeit komplett ausgefallen ist. "Früher haben wir die Hälfte des Umsatzes zwischen Weihnachten und Drei König gemacht", sagt Stockburger. "Der Winter kommt zwar, aber er kommt immer später", stellt er zudem eine Verschiebung der Jahreszeiten fest.

Eine Snowboarderin genießt die Abfahrt an einem der Skihänge in St. Georgen. Insgesamt war die Wintersaison für die St. Georgener Skiliftbetreiber eher durchwachsen.
Eine Snowboarderin genießt die Abfahrt an einem der Skihänge in St. Georgen. Insgesamt war die Wintersaison für die St. Georgener Skiliftbetreiber eher durchwachsen. | Bild: Roland Sprich

Aufgrund der Höhendifferenz von rund 70 Metern immer etwas schlechter dran als die Kollegen sind die Betreiber des Winterbergskilifts. Ewald Bähr, der den Lift gemeinsam mit der Familie Weisser betreibt, zieht kein allzu positives Fazit. "Immerhin ist er gelaufen. Das wars aber auch schon", sagt er. An den Wochenenden, wenn die Menschen Zeit gehabt hätten, war häufig schlechtes Wetter.

Schüler haben keine Zeit mehr für Wintersport

Zudem stellt er ein verändertes Skifahrerverhalten fest. "Früher war an schönen Tagen auch unter der Woche voll. Das ist heute nicht mehr der Fall." Bähr führt diesen Umstand darauf zurück, dass Schüler aufgrund Nachmittagsunterricht und Vereinsverpflichtungen kaum mehr Zeit hätten, um den Nachmittag beim Ski fahren zu verbringen. Zwar ist der Winterberglift noch aufgerüstet und die Bügel hängen noch an dem Schleppseil. Von den kurzen Schneeintermezzos der vergangenen Tage lässt sich Ewald Bähr aber nicht irritieren. "Der Schnee ist schnell da, aber auch schnell wieder weg."

Insgesamt zufrieden mit dem Winter

Roland Fichter, der den Schlossberglift gemeinsam mit Ottmar Klausmann betreibt, ist insgesamt zufrieden. "Wir hatten von 10. Januar bis 20. Februar einen zusammenhängenden Winter. Wenn jedes Jahr so wäre, wären wir zufrieden." Abgesehen von einzelnen Regentagen konnte so fast durchgängig Wintersport betrieben werden. "Dank Internet konnten wir die Gäste auch schnell informieren, wenn der Lift nicht in Betrieb war." Viele Gäste hätten außerdem die Konuskarte genutzt.