Nach dem Sturmtief Sabine sind viele Waldflächen im Schwarzwald-Baar-Kreis noch nicht zugänglich. Über Forststraßen und Wanderwege liegen laut einer Presseerklärung des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis geworfene und abgebrochene Bäume kreuz und quer. Förster und Waldbesitzende konnten sich deshalb bisher nur einen ersten Eindruck vom Ausmaß der Schäden im Wald verschaffen.

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Frieder Dinkelaker, Leiter des Kreisforstamtes hält fest: „Nach diesen ersten Schätzungen sind im Kreisgebiet mindestens 150000 Kubikmeter Sturmholz angefallen. Betroffen sind alle Gemarkungen im Kreisgebiet, mit Schwerpunkten in Furtwangen, Vöhrenbach, St. Georgen und Villingen-Schwenningen.“ Besonders gefährdet seien Waldbestände gewesen, in denen im Vorjahr bereits Käferholz angefallen war.

Die Lücken, die durch den Aushieb des Käferholzes entstanden sind, boten Angriffsflächen für Stürme und Sturmböen. „Aber auch Einzelbäume und vermeintlich stabile Nadelholzbestände konnten an manchen Stellen der Kraft des Sturmes Sabine nicht standhalten!“, wird Dinkelaker zitiert. Zumeist seien kleine Flächen, Bestandsränder oder auch einzelne Bäume betroffen gewesen.

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Bei den Arbeiten ist Vorsicht geboten

Forstverwaltungen und Waldbesitzende haben laut LRA bereits mit der Konzeption, Planung und auch der Umsetzung der Aufräumarbeiten begonnen. Nachdem fast alle öffentlichen Straßen mittlerweile frei seien, werden die Waldwege Stück für Stück frei gesägt. Erst wenn eine Waldfläche sicher und gefahrlos erreicht werden kann, werde mit der Aufarbeitung des Sturmholzes im Wald begonnen.

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Der Aufenthalt in den Wäldern im Schwarzwald-Baar-Kreis sei derzeit besonders gefährlich. Angeschobene oder angerissene Bäume können weiterhin unvorbereitet umstürzen, Äste und Teile von Baumkronen können herabfallen. Viele Wege seien übersät mit Ästen und Stammteile, die Stolperfallen darstellen. Und die Aufräum- und Holzerntearbeiten seien angelaufen, in diesen abgesperrten Arbeitsbereichen herrsche generell strengstes Betretungsverbot.

Das Kreisforstamt bietet kurzfristig bereits am Aschermittwoch für erfahrene Mitglieder der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) Kompaktkurse zur Sturmholzaufarbeitung an. Anmeldungen sind am Kreisforstamt möglich bei Marisa Schwenninger per E-Mail an m.schwenninger@lrasbk.de.