Seit Mitte 2017 sind am Standort Donaueschingen des Schwarzwald-Baar Klinikums umfangreiche Baumaßnahmen und Sanierungssarbeiten im Gange. Dafür investiert das Klinikum sechs Millionen Euro. Vom Land gibt es allerdings nur 1,7 Millionen Euro, obwohl das Land grundsätzlich für die Investitionskosten der Krankenhäuser zuständig ist. Doch die restliche Summe muss das Klinikum selbst erwirtschaften.

700 000 Euro vom Land sind bereits im vergangenen Jahr eingetroffen. Nun erhielt das Schwarzwald-Baar-Klinikum auch den zweiten Teil der Fördersumme. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer überreichte den Förderbescheid des Landes persönlich.

Insgesamt vier Stationen werden im Zuge der Maßnahmen umgebaut. Aus den früheren Drei-Bett-Zimmern werden Zwei-Bett-Zimmer. Der erste Bauabschnitt konnte im März dieses Jahres abgeschlossen werden. Da der Umbau während des laufenden Betriebes geschieht, bedeutet das eine große logistische Herausforderung, verbunden mit zumindest hoher Lärmbelästigung für Patienten und Einschränkungen für Personal und Klinik.

„Das Klinikgebäude stammt aus dem Jahr 1975“, erklärte Geschäftsführer Matthias Geiser der Regierungspräsidentin. Die Räume hätten nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprochen. Für zwei Zimmer stand jeweils nur eine gemeinsame Nasszelle mit WC und Waschbecken zur Verfügung, was besonders von den Patienten bemängelt wurde. Künftig hat jedes Zimmer nun auch ein eigenes Bad.

Wie umfangreich die Baumaßnahmen sind, zeigte sich später bei der Besichtigung der Baustelle. Die Bereiche sind komplett entkernt, es stehen nur noch die Außenwände. Die Grundrisse werden neu gestaltet, sämtliche Elektroinstallationen werden neu verlegt. Einhergehend mit dem Umbau erfolgen auch Umstrukturierungen der Stationen. Diese werden teilweise zusammengelegt und müssen sich im Zuge dessen neu organisieren.

„Mir war es aus verschiedenen Gründen wichtig, persönlich zu kommen“, erklärte Regierungspräsidenten Schäfer. Die Million Euro Förderung seien aus ihrer Sicht eine beachtliche Summe. Die habe sie „nicht einfach in einen Umschlag stecken und per Post schicken wollen“. Mit ihrem Besuch wolle sie ihre Wertschätzung für das Klinikum und die geleistete Arbeit ausdrücken. Das Klinikum gehöre zu den 80 größten Rundumversorgern Deutschlands. „Bis Ende 2018 sollen die Umbauten abgeschlossen sein“, berichtete Mathias Geiser weiter.

Eine Fortsetzung folgt aber noch: Im kommenden Jahr soll die Notaufnahme modernisiert werden. „Donaueschingen wird dann alle Voraussetzungen für die sogenannte Basisversorgung erfüllen“, so Geiser.