Ein brennender Metallspanhaufen auf dem Klengener Betriebsgelände der Firma Scholz lösten am Morgen des Fastnachtsdonnerstags einen Großeinsatz aus. Befürchtet wurden zunächst Umweltbelastungen und Verletzte.

Das Firmengelände erstreckt sich entlang der Bahnstrecke Villingen-Donaueschingen und grenzt fast direkt an einen Supermarkt sowie ein Wohnviertel Klengens an. Früh konnte die Polizei Entwarnung geben. Nach Ausbruch des Feuers um 7 Uhr war „um 8.30 Uhr alles gelöscht“, so Polizeisprecher Dieter Popp.

Ein Mitarbeiter der Firma Scholz versucht, das Feuer einzudämmen.
Ein Mitarbeiter der Firma Scholz versucht, das Feuer einzudämmen. | Bild: Elmar Weisser

Popp weiter: „Unter einem Hochdach gelagerte Metallspäne hatten sich nach ersten Ermittlungen kurz nach 7 Uhr selbstständig entzündet, als diese mit einem Greifarm eines Baggers von einer Halde im Freien verlagert werden sollten. Vermutlich durch die mit dem Greifarm entstehende Reibung an den Metallspänen kam es zur Funkenbildung, welche wiederum anhaftendes Bohröl an den Spänen oder auch mit den anderen Metallspänen durchmischte Magnesium-Metallspäne in Brand setzten.“ Aufgrund des dadurch entstandenen und möglicherweise schwer zu löschenden Metallbrandes habe die integrierte Villinger Feuerwehr- und Rettungsleitstelle „Großalarm ausgelöst“, so der Polizeisprecher. Eine Belastung der Luft konnte die Polizei schon gegen 8.30 Uhr ausschließen. Bürgermeister Michael Schmitt nahm gegenüber dem SÜDKURIER Stellung: Der Einsatz sei ordnungsgemäß abgelaufen. Die Sicherungssysteme wie etwa ein Auffangbecken hätten funktioniert. Den Umstand, dass Löschmittel auf die Gleise gelaufen waren, bewertet der Bürgermeister so: „Es werden nun Bodenproben entnommen, und man wird in Ruhe sehen, ob weitere Maßnahmen nötig sind.“ Die Aufräumarbeiten seien schon am späten Morgen angelaufen, ein Reinigungsunternehmen sei von der Firma beauftragt.

Löschmittel läuft auf die Schienen, Züge werden auf offener Strecke sicherheitshalber gestoppt:. Bild: Jörg-Dieter Klatt
Löschmittel läuft auf die Schienen, Züge werden auf offener Strecke sicherheitshalber gestoppt:. Bild: Jörg-Dieter Klatt | Bild: Jörg-Dieter Klatt

Die Polizei nennt keine Schadensdiemension zu dem Vorfall. Die Einsatz- und Aufräumkosten gelten als beträchtlich. Neben vorsorglich mehreren anfahrenden DRK-Rettungsfahrzeugen rückte die freiwillige Feuerwehr mit den Abteilungen Villingen, Brigachtal, Bad Dürrheim und Tuningen unter Einsatzleitung von Brigachtals Kommandant Sascha Eichkorn mannstark und mit neun Fahrzeugen zu dem Feuer aus. Personen kamen nicht zu Schaden.

Bild: Wilhelm Bartler