Nun, da die Tage wieder kürzer werden, fällt eine Sache besonders auf: Regelmäßig sieht man auf den Straßen Radfahrer, die sich unfassbar leichtsinnig verhalten. Klar ist: Die Mehrheit verhält sich umsichtig und korrekt. Umso auffälliger sind die Ausnahmen: kein Helm, viel zu schnell, dunkle Kleidung, kein Licht in der Dämmerung, Ampeln bei Rot überfahren. Autofahrer haben selbst bei umsichtiger Fahrweise oft fast keine Chance, auf die Radler zu reagieren.

Umgekehrt klagen viele Radler über Autofahrer, die zu dicht auffahren, keinen Abstand beim Überholen halten und beim Abbiegen nicht in den Spiegel schauen. Die Tatsache, dass vor allem in den Städten noch viel mehr für die Sicherheit von Radfahrern getan werden könnte, kommt zu der Problematik noch hinzu. Einstweilen müssen Fahrrad- und Autofahrer sich die Straßen teilen. Und egal ob auf dem Fahrrad oder im Auto: Alle Verkehrsteilnehmer sollten gerade mit Beginn des Herbstes besonders umsichtig fahren und vor allem Rücksicht auf andere Menschen nehmen.

In den vergangenen Tagen sind im Schwarzwald-Baar-Kreis zwei Radfahrer ums Leben gekommen. Die Unfälle führen vor Augen, wie wichtig vor allem ein Sturzhelm und funktionierende Sicherheitsausstattung sind. Unfälle verhindern können sie nicht. Wohl aber dazu beitragen, dass alle Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel kommen.