Das dritte Refugio-VS–Forum des Flüchtlingshilfevereins Refugio findet am 5. April im Kaisersaal der Seniorenresidenz Alpenland am Kaiserring in Villingen statt. Ab 15 Uhr wird es um ein "Megathema" gehen, wie es in der Ankündigung heißt: Migration, eine Herausforderung ohne einfache Lösung, steht dabei zur Diskussion. Die Veranstaltung steht allen Interessenten offen.

"Das Thema Migration wird durch Grenzzäune oder verstärkte Überwachung nicht gelöst, sondern bleibt uns sicher erhalten", bring es Astrid Sterzel, die Geschäftsführerin von Refugio, auf den Punkt. 216 traumatisierte Flüchtlinge betreut Refugio derzeit in der Region. Mehr als 40 Kinder und Jugendliche darunter, die in Behandlung sind. Davon sind etliche unbegleitete, wie Sterzel ausführt.

"Wir wollten – gerade weil wir damit hier so viel zu tun haben – auch ganz bewusst einmal weg von dem Thema Trauma bei Flüchtlingen und uns der aktuellen, dringend nötigen Diskussion stellen, wie wir allgemein mit Migration umgehen wollen", erläutert Sterzel die Entscheidung für das dritte Forum.

Dabei konnten fachkundige Referenten gewonnen werden, die in ihren Vorträgen die Themen für die anschließende Diskussion vorlegen werden. Die Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac von der CDU wird dabei aus dem Ausschuss für Menschenrechte berichten, in dem sie selbst Mitglied ist. Der Rechtsanwalt Oskar Hahn berichtet über den Rechtsanspruch auf Familiennachzug und will ihn mit der Realität konfrontieren. Und Herbert Zinell von der SPD stellt sich dem Thema Innere Sicherheit im Zeitalter allgemeiner Verunsicherung.

Besonders spannend dürfte der Vortrag von Gottfried Spangenberg werden, der 30 Jahre lang im Libanon lebte und erst kürzlich im Nordirak war. Der Theologe und Pädagoge wird einen aktuellen Situationsbericht aus der Region bieten.

Die vergangenen beiden Foren im April und November führten zu einem "vollen Haus", wie Astrid Sterzel berichtet. Mehr als 120 Gäste seien dabei bisher bei den einzelnen Foren verzeichnet worden. "Da sollte man frühzeitig da sein, denn wenn die Plätze voll sind, dann machen wir die Türen zu."