Nun ist es offiziell: Sofern es nicht noch eine unerwartete Überraschung gibt, bleibt es bei der anstehenden Wahl des Landrats bei einem Kandidaten. Einer weiteren Amtszeit von Amtinhaber Sven Hinterseh sollte damit nichts im Wege stehen. Der 47-Jährige hatte seine erneute Kandidatur bereits im vergangenen Jahr bekannt gegeben. Anfang November erklärte er im Kreistag, dass ihm die Arbeit Freude mache und es im eine Ehre wäre, sich auch weiterhin für den Kreis und die Bürger einzusetzen.

Knapper Wahlsieg in 2012

Damit bleibt eine Sensation wie 2012 wohl aus. Amtsinhaber Karl Heim stellte sich nach zwei Amtsperioden nicht erneut zur Wahl. Die Kreisräte mussten sich zwischen Sven Hinterseh und dem bei vielen als Favoriten geltenden Walter Klumpp von den Freien Wählern entscheiden. Mit 33 von 30 Stimmen setzte sich Hinterseh knapp gegen den damaligen Bad Dürrheimer Bürgermeister durch. „Was für ein schöner Montag“, kommentierte der designierte Landrat seinen knappen Erfolg.

In seinen ersten acht Jahren als Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises war Sven Hinterseh an mehreren großen Projekten beteiligt. Darunter der Neubau des Schwarzwald-Baar-Klinikums in Villingen-Schwenningen, mit dem unter seinem Vorgänger Karl Heim 2009 begonnen wurde und das 2013 in Betrieb ging. 2014 gründeten der Schwarzwald-Baar-Kreis und die Städte und Gemeinden im Kreis den Zweckverband Breitbandversorgung, um ein flächendeckendes Glasfasernetz aufzubauen und schnelles Internet in alle Kommunen zu bringen. Landrat Hinterseh übernahm den Vorsitz. Mit Schonach wurde dann 2016 die erste Gemeinde an das Glasfasernetz des Zweckverbands angeschlossen.

Viele Ideen für den Kreis

„Mich treibt die Frage um, wie unser Landkreis in 20 Jahren aussehen soll“, betonte Sven Hinterseh in seiner Rede zum Amtsantritt. Nun wird er zumindest die nächsten acht Jahre wahrscheinlich weiter aktiv mitgestalten. Er habe noch viele Ideen und möchte begonnene Projekte weiter vorantreiben, sagte Hinterseh unlängst.

Wenn es auch Montag nicht danach aussah, unmöglich ist ein Gegenkandidat nicht. Zwar warf bis Redaktionsschluss kein weiterer Interessent seinen Hut in den Ring. Bewerbungsschluss aber war erst um 24 Uhr. Theoretisch könnte es also sein, dass Landrat Hinterseh am Dienstag mit einem Gegenkandidaten aufgewacht ist.

Frist ohne weiteren Bewerber abgelaufen

Es bleibt bei einem Bewerber für die Stelle des Landrats. Bis zum Bewerbungsschluss am vergangenen Montag, 24 Uhr, gingen keine weiteren Unterlagen ein, sagte Heike Frank, Pressesprecherin des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis auf Nachfrage. Bei der Wahl des Landrat am 16. März geht also nur Amtsinhaber Sven Hinterseh ins Rennen.

Als nächstes wird am kommenden Montag, 20. Januar, der Ausschuss für die Landratswahl zusammenkommen. Hier wird dann die Bewerbung in öffentlicher Sitzung offiziell bekannt gegeben. Nichtöffentlich wird dann über die Bewerbung und das weitere Vorgehen beraten.

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