Die Amtszeit von Landrat Sven Hinterseh endet am 31. Mai 2020. Gestern brachte der Kreistag mit der Einsetzung eines beschließenden Wahlausschusses die Vorbereitungen für die Wahl auf den Weg.

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Am 26. März 2012 wurde Sven Hinterseh als Kandidat der christdemokratischen Fraktion und CDU-Mitglied vom Kreistag mit einer Mehrheit von drei Stimmen zum Nachfolger von Karl Heim und als vierter Landrat des 1976 gegründeten Kreises gewählt. Sein Gegenkandidat war Walter Klumpp von den Freien Wählern.

16. März wird gewählt

Als Termin für die nach acht Dienstjahren von Hinterseh anstehende Landratswahl wurde der 16. März 2020 festgelegt. Über weitere Kandidatinnen oder Kandidaten ist bislang offiziell nichts bekannt. Gleichwohl fragen sich Insider, wie die weitere Karriere des erfolgreichen 47-jährigen Verwaltungsfachmannes Sven Hinterseh auch nach einer Wiederwahl aussehen könnte. Und zwar insbesondere im Blick auf mittelfristig anstehende personelle Veränderungen an der Spitze des Regierungspräsidiums in Freiburg.

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„Vom Ministerialdirigent zum Landrat“ wird im Kreis-Almanach 2013 der Werdegang des neuen Chefs im Schwarzwald-Baar-Landratsamt beschrieben: 1972 in Freiburg geboren machte Sven Hinterseh eine Ausbildung zum Industriekaufmann, leistete Zivildienst in einer Pflegeeinrichtung und absolvierte nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Konstanz ein Postgraduiertenstudium der Verwaltungswissenschaften in Speyer, das er mit dem Magister der Verwaltungswissenschaften abschloss.

Abstecher zu Land und Bund

Die beruflichen Stationen führten Hinterseh über das hiesige Landratsamt, wo er als Landesbeamter das Dezernat II leitete und in die Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund in Berlin (2003). Ab 2005 arbeitete er als Ministerialrat und persönlicher Referent des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Volker Kauder. 2010 als Ministerialdirigent nach Baden-Württemberg zurückgekehrt, leitete er die Grundsatzabteilung im Staatsministerium und später die Abteilung Naturschutz und Tourismus.

Große Aufgaben

Unter dem Titel „Den Wandel gestalten“ beschreibt Hinterseh im Almanach 2013 die damals im Landkreis anstehenden großen Aufgaben, mit denen er teilweise bis heute beschäftigt ist: Dazu zählen der Neubau des Schwarzwald-Baar-Klinikums, Ausbau der Infrastruktur von kreiseigenen Schulen, des schnellen Internets, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum, Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs die Polizeistrukturreform und vor allem Schuldenabbau.

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Bereits 2013 hatte Hinterseh die steigende Zahl von Asylanträgen im Blick aber auch den zunehmenden Hilfebedarf der älter werdenden Gesellschaft.