Kinder möglichst früh für Umweltfragen zu sensibilisieren, Kindern Ursachen von Umweltbelastungen aufzeigen, Kinder mit in die Verantwortung beim Umgang mit ihrer Umwelt nehmen – das sind drängende Themen des Bildungs- und Erziehungsauftrages.

  • Umweltachtsame Schule: Die Astrid-Lindgren-Schule in Dauchingen macht sich seit Schuljahresbeginn auf den Weg zu einer umweltachtsamen Schule. Im Rahmen der alljährlichen Woche der Gemeinschaft arbeiteten nun die Kinder der Klassen 1 bis 4 an umweltrelevanten Themen, die altersgerecht vom Kollegium auf- und vorbereitet wurden.
Jesse, Niklas, Nora, Noah und Dario präsentieren die künftigen Schulmülleimer unter den erarbeiteten Merksätzen bei der Woche der Gemeinschaft unter dem Motto: „Auf dem Weg zur umweltachtsamen Schule.“
Jesse, Niklas, Nora, Noah und Dario präsentieren die künftigen Schulmülleimer unter den erarbeiteten Merksätzen bei der Woche der Gemeinschaft unter dem Motto: „Auf dem Weg zur umweltachtsamen Schule.“ | Bild: Jörg-Dieter Klatt

Projektwoche zum Thema Umwelt

Wie Rektorin Ulla Böhm in einem Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte, ist es wichtig, dass die Schule als Ganzes in den Prozess umweltgerechten Handelns eingebunden wird. Bereits in den 90-er Jahren bewarb sich die damalige Grund- und Hauptschule Dauchingen um das Prädikat Klimafreundliche Schule, welches ihr dann vom Umweltministerium verliehen wurde. Inzwischen sind der Erhalt der Umwelt, die Klimadiskussion und der Nachhaltigkeitsbegriff in aller Munde. Die globale Bewegung Fridays-for-Future hat auch die Grundschüler in Dauchingen neugierig gemacht und das Kollegium hat ein Konzept für die Projektwoche zusammengestellt, was die Kinder anspricht und zum konkreten Handeln anregt.

Eine Viertklässlerin informiert sich zum Bearbeiten des Umweltheftes im Internet.
Eine Viertklässlerin informiert sich zum Bearbeiten des Umweltheftes im Internet. | Bild: Jörg-Dieter Klatt
  • Vorbereitung: Ein Besuch bei der Kunststoffmesse in Düsseldorf mit Viertklässlern gehörte im Vorfeld ebenso zur Einstimmung auf das Thema wie das künftige Aufstellen von Trennmülleimern in den Klassenzimmern und Fluren. Über den Besuch bei der Kunststoffmesse haben die Viertklässler ihre jüngeren Mitschüler umfassend in einer Schulversammlung informiert.
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  • Woche der Gemeinschaft: Emsiges Treiben herrschte vergangene Woche in den Klassenzimmern und Fluren der Schule. Alle Klassenzimmertüren standen offen und auch auf den Fluren, in den Ruhezonen und im Computerraum beschäftigten sich die Grundschüler mit umweltrelevanten Themen. Alma kommt aus Syrien und besucht die vierten Klasse. Sie sitzt mit einem Tablet auf dem Boden und bearbeitet ein Arbeitsheft zum Thema Klimawandel.
Alma nutzt das Tablet um das Umweltheft korrekt bearbeiten zu können.
Alma nutzt das Tablet um das Umweltheft korrekt bearbeiten zu können. | Bild: Jörg-Dieter Klatt

Obwohl sie noch mit Sprachbarrieren zu kämpfen hat, kann sie sich mit Hilfe ihrer Mitschüler und des Tablets in das Thema einarbeiten und gute Beiträge liefern. Mit dem Thema Papier haben sich die Erstklässler beschäftigt. Was ist das eigentlich, worauf wir gemeinhin schreiben? Nicht nur dass die Jüngsten in der Schule sich auf die Spuren der Papierherstellung gemacht haben, auch über das sinnvolle Papier-Recyceln können die Kinder berichten.

„Man müsste einen Plastikmagneten erfinden“

Um die Wichtigkeit von Insekten haben sich die Drittklässler gekümmert und zahlreiche Insektenhotels aus Stroh gebastelt. Abgetaucht im eigentlichen Sinn des Wortes sind die Zweitklässler in das Thema „Plastikmüll in den Weltmeeren“. Plastikflaschenfische mit Plastikmüll im Bauch zieren die Info-Wand, vor welcher die kleinen Umweltforscher ihre Ergebnisse den Mitschülern vortragen. Gebastelt wurden auch große bunte Stofffische, die sich durch Plastikberge kämpfen und dabei nicht sehr glücklich aussehen. Fantasievoll auch die Idee eines Zweitklässlers: „Man müsste einen Plastikmagneten erfinden, der die Meere vom Müll befreit.“ Wie man die Vermüllung vermeiden kann, haben die Schüler auch erarbeitet. Konkret sammeln sie derzeit auf dem Schulweg das auf, was andere achtlos wegwerfen und füllen damit den Schulmülleimer.

  • Fazit: Diese Startwoche wird keine einmalige Aktion bleiben. Vielmehr soll unter den Fragestellungen: „Was gibt uns die Erde? Was bedroht unsere Erde?“ die Umweltachtsamkeit zum schulischen Alltag gehören.