Doppelten Grund zu feiern hatten die Landfrauen des Bezirkes Villingen beim jährlichen Landfrauentag in der Gemeindehalle Pfaffenweiler. Am 22. April 1977 gründeten Margarete Kornhaas und Inge Weisser den Landfrauenbezirk Villingen, wie die aktuelle Bezirksvorsitzende Lauritta Dieterle ausführte. Sie erinnerte sich, wie die Landfrauen vor 40 Jahren dicht gedrängt in der Peterzeller Krone bei den Vorträgen hockten, ehe sich im Laufe der Jahre die insgesamt neun Ortsgruppen des Bezirks heraus kristallisierten.

Aus einem unverbindlichen Informationsabend über die Landfrauenarbeit 1992, so erläuterte Susanne Schwörer, Vorsitzende des gastgebenden Landfrauenvereines Pfaffenweiler – Herzogenweiler, entschlossen sich spontan 23 interessierte Frauen zur Gründung des Vereines, der nun sein 25-jähriges Bestehen feiert. Heute zählt der Verein 66 Landfrauen und ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken, wie ihnen Ortsvorsteher Martin Straßacker gerne bescheinigte. "Bei euch ist man zuverlässig bestens aufgehoben, das ist keine Selbstverständlichkeit", lobte er die Vereinsmitglieder für ihre aktive Mitarbeit in den Dorfgemeinschaften. Birgitta Klemmer, Geschäftsführerin des Landfrauenverbandes Südbadens, stellte die Ziele vor. Ein starkes Netzwerk, die politische Interessensvertretung und die Bildungsarbeit, auf diesen drei Säulen stehe die Landfrauenarbeit.

Simone Gläser, Heilpraktikerin für Psychotherapie, referierte über das Thema "Burnout und Depression – Erkennen und Verstehen". Sie verdeutlichte den Frauen, wie eng Geist und Körper zusammen hängen und welche große Rolle der Faktor Stress bei den psychischen Erkrankungen spielt. Sie ermutigte ihr Publikum, die Zeichen richtig zu deuten und dagegen vorzugehen. Eine gemeinsame Kaffeerunde und das perfekte Unterhaltungsprogramm komplettierten den Bezirkslandfrauentag. Lauritta Dieterle bedankte sich bei Susanne Schwörer und den Landfrauen von Pfaffenweiler-Herzogenweiler für den rundum gelungenen Nachmittag.