Die Geschäftsführerin einer Reitanlage wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft in Rottweil wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in acht Fällen per Strafbefehl zu einer Geldstrafe in Höhe von 2700 Euro verurteilt. Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Singen ermit-telten, hat die Geschäftsführerin über einen längeren Zeitraum hinweg den Bruttoarbeitslohn einer ehemaligen Arbeitnehmerin vor der Abrechnung unzulässigerweise um die an die Verurteilte zu entrichtende Wohnungsmiete gemindert.

Dadurch wurden nur von rund 50 Prozent des Bruttoarbeitslohnes auch tatsächlich Sozialversicherungsbeiträge abgeführt. Durch diese Vorgehensweise hat die Verurteilte versucht, sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Der Schaden für die Sozialkassen beträgt rund 4000 Euro.
Die Verurteilte hat nun nicht nur die Geldstrafe zu bezahlen, auch die noch ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge werden von ihr nachgefordert. Der Fall kam durch einen entsprechenden Hinweis des Jobcenters Tuttlingen ans Tageslicht. Der Strafbefehl ist zwischenzeitlich rechtskräftig.