Die African Night mit mehr als hundert Besuchern war in der Interkulturellen Woche ein voller Erfolg. Das Vorbereitungsteam war völlig überrascht über die Resonanz. Unter dem klangvollen gambischen Motto „Kafunjolala“, was so viel wie „Zusammensein“ bedeutet, wurden vielfältige Begegnungen möglich.

Menschen aus vielen Kulturen gestalten ein fröhliches Fest

Schnell füllte sich das Villinger Martin-Luther-Haus mit Gästen aller Altersgruppen. Haupt- und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit, Menschen, die einfach aus Interesse gekommen waren und Gäste aus Afrika, die schon lange hier in der Region leben oder erst vor Kurzem als Geflüchtete hierher gekommen sind. Die größte Gruppe der Gäste kam aus Gambia, insofern drehten sich auch die Informationen um dieses Land. Aber auch Menschen aus Nigeria, Somalia, Syrien, Pakistan, Bosnien und weiteren Ländern hatten sich eingefunden, die in der Begrüßung von Karin Nagel von der Evangelischen Erwachsenenbildung und Bezirksstelle Flucht und Migration willkommen gehheißen wurden.

Das Team der African Night mit Omar Jatta, lamin Janneh, Karin Nagel, Modou und Tilma Rothe Santos.
Das Team der African Night mit Omar Jatta, lamin Janneh, Karin Nagel, Modou und Tilma Rothe Santos. | Bild: Elisabeth Winkelmann-Klingsporn

Aufgrund der internationalen Zusammensetzung wurde auch in Englisch begrüßt und übersetzt. Omar Jatta von der Gambia Refugee Association und Lamin Janneh sprachen ihre Landsleute in der gambischen Sprache Mandinga an. Besondere Informationen gab es in Deutsch über die Aufgaben und Ziele des Hilfsvereins der Gambier von Buba Barrow, einem Vorstandsmitglied der Gambia Refugee Association. Über Aktivitäten gemeinsam mit einem Verein in Gambia berichtete Abu Zaid Suwareh. Christian Utischill vom Jobclub Villingen erläuterte ein landwirtschaftliches Ausbildungsprojekt, das Menschen in Gambia eine Perspektive geben möchte. Der Jobclub unterstützt das von der Caritas begonnene Projekt intensiv.

Gemeinsam schnippeln und kochen

Während dessen durchzogen besondere Gerüche das Martin-Luther-Haus. Ein Team von sechs Leuten war eifrig am Schnippeln und Kochen. Die Schwester eines Gambiers war mit Familie gekommen, um landschaftstypische Gerichte und ein leckeres Dessert vorzubereiten. Und da es in einem evangelischen Gemeindehaus keine afrikanischen Haushaltsgeräte gibt, wurde improvisiert, um den Teig für die leckeren Meat Pies auszurollen.

Breakdancer wird nach Italien abgeschoben

Wer gekommen war, um afrikanisches Essen kennenzulernen, kam voll auf seine Kosten. Die bereits in der Erstaufnahme Villingen gegründete Trommelgruppe sorgte ebenso wie ein Überraschungsgast mit ägyptischen Wurzeln für gute Stimmung. Einen Wermutstropfen hatte der Abend: Der Breakdancer aus Nigeria konnte nicht auftreten. Er muss als sogenannter Dublin-Fall zurück nach Italien. Diese Situation löste bei allen Gästen Betroffenheit aus und machte deutlich, wie unsicher die Situation auch für integrationswillige Geflüchtete sein kann.

Die Abgabe von Stimmen steht derzeit nicht zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis.