Während am Mittwoch am frühen Morgen zehn Zentimeter Schnee das Landschaftsbild im Schwarzwald beherrschten, stellt sich die Situation heute – zumindest in den tieferen Lagen – etwas entspannter dar. Der Schnee rieselt nur leicht.

Dennoch bedeute die weiße Pracht für Bäume und Sträucher eine schwere Last, der auch große Äste oder Bäume nachgeben können. Autofahrer müssen sich in Waldgebieten oder Alleen auf herabstürzendes Holz gefasst machen. Gerade bei geparkten Autos kann das für böse Überraschungen und Blechschäden sorgen. In den Wäldern ist die Gefahr für Fußgänger derzeit besonders groß.






Das müssen Sie zum Thema Schneebruch wissen

Wenn sanft die Flocken vom Himmel rieseln, scheint es unvorstellbar - aber das Gewicht von Schnee kann ganze Bäume „fällen“. Von diesem Schneebruch sind Nadelbäume wegen ihrer größeren Angriffsfläche häufiger betroffen als die kahlen Laubbäume. Der auf den Zweigen liegen gebliebene Schnee ist derzeit nass und deshalb so schwer, dass oft Zweige oder Baumkronen abbrechen. Schwache Bäume können ganz umknicken.

Das Gewicht des fallenden Schnees hängt davon ab, wie kalt es in der Wolke und am Boden ist. Bei Temperaturen um null Grad können sich Schneekristalle auch mit Wassertropfen verbinden. Es bilden sich dann besonders schwere und große Flocken von bisweilen mehreren Zentimetern. Während trockener Pulverschnee nur 30 bis 50 Kilogramm pro Kubikmeter wiegt, sind es bei feuchtem Neuschnee bis zu 200 Kilogramm. Ist der Schnee gefallen, verdichtet er sich weiter und bringt als feuchter Altschnee sogar bis zu 500 Kilogramm pro Kubikmeter auf die Waage.