Dass Demut und Bescheidenheit auch Triebfedern für visionäre Projekte sein können dokumentierte Fritz Funke jetzt bei seiner Verabschiedung aus dem Stiftungsrat der Deutschen Kinderkebsnachsorge – Stiftung für das chronisch kranke Kind. Funke hatte sich vorgenommen, nach seinem 80. Geburtstag, den er im Januar bei bester Gesundheit und Vitalität feierte, dieses Amt niederzulegen.

37 Jahre lang begleitete der Furtwanger die Geschicke der Nachsorgeklinik und hatte sich auch in schweren Stürmen als Fels in der Brandung bewiesen. Unzählige Sitzungen, Telefonate, Schreiben und das Pflegen bester Kontakte bis hinauf ins Bundespräsidialamt kennzeichnen den steinigen Weg bis zur heutigen Nachsorgeklinik in Tannheim. Dabei hatte Funke stets das fröhliche Lachen der betroffenen Kinder und der dankbaren Eltern vor Augen.

Stiftungsratsvorsitzender Kurt Widmaier, ehemaliger Landrat in Ravensburg, sprach bei der Verabschiedung von einem "Mann mit profunder Sachkenntnis, der die Stiftung immer nach vorne brachte!" Funke habe immer das Große und Ganze im Blick gehabt und das sei ein Segen für die Entwicklung der Klinik gewesen.

Auch Stiftungsvorstand und Klinik-Geschäftsführer Roland Wehrle würdigte in seiner mit Bildern vergangener Jahre unterlegten Laudatio das stets gute Miteinander. Mit Augenzwinkern wies er auch auf manche Klippen hin, die das Stiftungsschiff zu umfahren hatte.

Gemeinsam hätten Funke und er aber immer wieder visionäre Lösungen gefunden, welche die Entscheider bei Kostenträgern und Darlehensgebern letztlich überzeugt hätten. Eine Summe von 50 Millionen Mark unmittelbar nach der Wiedervereinigung in den 90er Jahren in Deutschland zusammenzutragen sei ein gigantisches Unterfangen gewesen, das letztlich auch durch Geschick und Durchhaltevermögen von Fritz Funke zum Erfolg geführt habe.

Der stellvertretende ehrenamtliche Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Butz würdigte in seinen Dankesworten die Leitung von Fritz Funke mit den Worten: "Er prägte nicht nur die Tannheimer Landschaft mit der Klinik, sondern auch die gesundheitspolitische Landschaft mit dem familienorientierten Konzept der Rehamaßnahmen." Als Wegbegleiter von Fritz Funke waren auch Ex-Landrat Karl Heim sowie Volksbankvorstand Ralf Schmitt und die Ortsvorsteherin Anja Keller bei der kleinen Feierstunde dabei.