Schwarzwald-Baar – Nach dem Ausscheiden des langjährigen Forstamtsleiters Hubert Mosbacher im Mai tritt wie berichtet nun Forstdirektor Frieder Dinkelaker seine Nachfolge an – und zwar als leitender Fachbeamter der unteren Forstbehörde sowie auch als Leiter der unteren Jagdbehörde beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. Dies teilt die Behörde mit. Dinkelaker ist in der Region bekannt, er war bereits von 2005 bis 2013 Leiter der Betriebsstelle Baar des Forstamtes mit Sitz in Donaueschingen. Seitdem wohnt er dort mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern.

Wie es in der höheren forstlichen Laufbahn üblich sei, habe der 52-Jährige und aus Herrenberg stammende Forstmann bereits viele berufliche Stationen durchlaufen, heißt es in der Mitteilung. Zuletzt sei er Leiter der unteren Forstbehörde im Landkreis Tuttlingen gewesen, davor zwei Jahre stellvertretender Leiter der Forstbehörde im Bodenseekreis. Seit 1994 sei Frieder Dinkelaker laut Mitteilung im Landesdienst und habe in den ersten Jahren als wissenschaftlicher Assistent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg als Forsttaxator bei der Forstdirektion Freiburg und als Waldbaureferent am Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg Erfahrungen gesammelt. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in Zeiten der Forstneuorganisation vom Land Baden-Württemberg einen Forstamtsleiter gestellt bekommen, der viel Erfahrung mitbringt und örtlich bestens vertraut ist“, wird Landrat Sven Hinterseh zur Übergabe der förmlichen Bestellung zum Leiter der Forstbehörde zitiert.

Viele Aufgaben

Auf den neuen Leiter der unteren Forstbehörde warteten zahlreiche Aufgaben, so die Mitteilung. Denn die Behörde sei für 53 Mitarbeiter und eine Waldfläche von rund 39 000 Hektar der 18 Kommunen im Landkreis, zahlreiche Privatwaldbesitzer und derzeit noch für den Staatswald verantwortlich. Die Stadt Villingen-Schwenningen und die Gemeinde Unterkirnach zählten laut Mitteilung nicht dazu. Sie hätten eine eigene Behörde. Die nächsten Monate gälten der Vorbereitung der Forstneuorganisation, die im Zuge des Kartellverfahrens zum Holzverkauf erforderlich werde. Ab dem 1. Januar 2020 werde der Staatswald in Baden-Württemberg aus den unteren Forstbehörden herausgelöst und in eine separate Anstalt des öffentlichen Rechts überführt. Aktuellen Informationen zufolge werde die untere Forstbehörde beim Landratsamt und die kommunale Holzverkaufsstelle beim Landkreis erhalten und als Dienstleister für die Waldbesitzer tätig bleiben können, so die Mi tteilung.