Schwarzwald-Baar – Freibäder sind im Sommer das wohl beliebteste Freizeitangebot in der Region schlechthin. Ist die Sommerhitze groß, suchen tausende Menschen Abkühlung. Jeder Badegast hat dabei seine ganz eigenen Vorlieben. Viele nehmen für den Sprung ins kühle Nass gerne auch einige Fahrkilometer auf sich, um das für sie perfekte Badevergnügen zu finden, oder um für Abwechslung zu sorgen. Freibäder sind aber auch teuer. Kommunen investieren jährlich viel Geld in den Unterhalt. Würden alle Kosten auf die Besucher abgewälzt, wären Eintrittspreise um die zehn Euro wohl gang und gäbe.

Damit Tickets für alle Menschen erschwinglich bleiben und die Attraktivität der Gemeinden nicht leidet, muss eben bezuschusst werden. In Zeiten knapper Kassen fällt das den entscheidenden Gremien nicht immer leicht. Von besonderem Interesse sind daher die Jahresbilanzen, die meist Mitte September öffentlich werden. Daraus lässt sich ablesen, wie attraktiv die Freibäder sind und wie sich die Besucherzahlen entwickeln. Gibt es gar Verbesserungsmöglichkeiten, um mehr Besucher anzulocken so letztlich die Kosten im Zaum zu halten? Der SÜDKURIER vergleicht die Bilanzen von drei Freibädern im Kreis.

Donaueschingen: Das idyllisch im Schlosspark gelegene Parkschwimmbad landet 2019 mit über 52 000 zahlenden Gästen ganz oben auf dem Treppchen im Vergleich. Im Vorjahr waren es sogar noch rund 1000 Besucher mehr. Das traditionelle Bad ist nicht nur bei den Baarmern wegen seiner Atmosphäre beleibt. Es gibt viele Schattenplätze unter Baumriesen und das weitläufige Gelände mit Spielplatz, Volleyball, Boule, Tischtennis, Wasserrutsche und Kinderbecken bietet für jeden etwas.

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Königsfeld: Nur knapp abgeschlagen landet der Vorjahressieger. Das Solara in Königsfeld hat nach dem Spitzenwert mit 53 960 Besuchern im Jahr 2018 erneut ein gutes Ergebnis erreicht. Genau 51.832 Gäste kauften 2019 eine Eintrittskarte. Für die kleine Gemeinde ist das ein erstaunliches Ergebnis. Vor elf Jahren investierte man knapp drei Millionen Euro in eine grundlegende Sanierung. Das zahlt sich seither aus. Das moderne Bad mit 1200 Quadratmeter Wasserfläche, Schaukelbucht, Wasserpilz, Bodensprudler, Fünfzig-Meter-Erlebnis-Rutsche und einer Kinder-Badelandschaft lockt im Durchschnitt knapp 50 000 Besucher an. Das Kombiangebot mit dem Natursportpark steigert die Attraktivität zusätzlich. Die Freizeitangebote dort können Solara-Besucher ebenfalls nutzen.

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Villingen: Position drei sichert sich das Villinger Kneippbad mit insgesamt 46 323 Besuchern. Hier ist im Vergleich zum Jahr 2017, damals kamen 45 792 Besucher, ein leichter Trend nach oben spürbar.

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Weil das Bad im Jahr 2018 in einem zweiten Bauabschnitt für rund vier Millionen Euro saniert wurde, blieb es länger geschlossen, die Besucherzahlen fielen entsprechend geringer aus. Neben den zwei großen Becken gibt es ein Kinderplanschbecken, verschiedene Spielgeräte und ganz neu ein Matschspielplatz, mehr Sonnenschirme und ein Sonnensegel.

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Nachbarlandkreise: Ein Blick in die Freibad-Bilanzen von Nachbarstädten zeigt, dass im Schwarzwald-Baar-Kreis trotz gutem Sommer und positiven Zahlen noch einige Luft nach oben ist. So schloss zum Beispiel das Tuttlinger Freibad in diesem Jahr erst nach über 79 000 Besuchern seine Pforten. Auch in Rottweil zählte man rund 79 000 Badegäste. Warum vor allem in der Kreisstadt VS so viel weniger Besucher das Angebot nutzen, ist ungewiss.

Rekordmonat: Der stärkste Monat war in allen drei Bädern der Juni. Über 22 000 Besucher passierten in dieser Zeit die Pforte in Donaueschingen und Königsfeld, knapp 20 000 in Villingen.

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