Dass die Fasnacht vorbei ist, stimmt mich nicht verdrießlich. Der Winter allerdings hätte gerne noch etwas Schnee liegen lassen können. Dabei war die Wintersportsaison gar nicht schlecht: knapp sechs Wochen Frost, Schnee und beste Pistenbedingungen, egal ob am Tag oder abends im Flutlicht.

Hell erleuchtet: Die Piste und der Schlossberglift in Oberkirnach
Hell erleuchtet: Die Piste und der Schlossberglift in Oberkirnach | Bild: Kevin Rodgers

Schade nur, dass es an Weihnachten geregnet und gestürmt hat wie sonst nur im Sommerurlaub in Dänemark. Trotzdem sind die Lifte direkt vor der Haustür ein echtes Plus für unseren Schwarzwald. Es gibt nicht viele Regionen in Deutschland, wo so selbstverständlich Wintersport betrieben werden kann wie bei uns. Nach Feierabend oder Schulschluss noch schnell eine 30er-Karte verfahren und zwischendrin einen Glühwein zum Aufwärmen in der Hütte trinken – das ist ein Vorteil unserer Heimat, den die wintergrauen Städte im Flachland nie wettmachen können. Freiburg im Januar – da kommt einem Schwarzwälder ja das knapp-über-Null-Grad Grausen.

Auch am Abend beim Flutlicht-Skifahren, wie hier am Schlossberg in St.Georgen-Oberkirnach, kommen Wintersportler auf ihre Kosten.
Auch am Abend beim Flutlicht-Skifahren, wie hier am Schlossberg in St.Georgen-Oberkirnach, kommen Wintersportler auf ihre Kosten. | Bild: Kevin Rodgers

Schade ist auch, dass die Schüler unter der Woche offenbar immer weniger Zeit zum Skifahren und Snowboarden haben. Denn ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper. Und zwei Stunden Bewegung an der frischen Luft sind einer Drameninterpretation dann schon vorzuziehen. Schillers Räuber laufen ja nicht weg.

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