Das Warten hat sich gelohnt: Als letzte Band kam Empty Beauty aus dem hessischen Gernsheim am Rhein auf die Bühne in Villingen und gewannen jetzt den ersten Vorentscheid bei der Suche von Fürstenberg Brauerei und SÜDKURIER nach der besten Live-Band der Region. Gut waren sie alle, die fünf Gruppen der ersten Runde, die am Samstag in der Villinger Musikkneipe "Schlössle" in den Ring stiegen und gut war auch die die Stimmung unter den Zuhörern – und das von der ersten Minute an. "Eine super Atmosphäre", meinte auch Brauerei-Chef Georg Schwende, der die zahlreichen Rock-, Pop- und Metal-Freunde persönlich begrüßte.

Entsprechend knapp war letztlich die Entscheidung – und der gute Zweite, das Tabula Rasa Orchestra aus Schwäbisch Gmünd, hat die besten Chanchen, als Publikumsliebling aller vier Votentscheide ebenfalls am großen Finale in Donaueschingen dabei zu sein. Mit Kronkorken, die jeder Gast beim Eintritt erhielt, konnte das Publikum für die fünf Bands abstimmen und dabei zeichnete sich schon ein Kopf an Kopf-Rennen ab. Das letzte Wort hatte dann die vierköpfige Jury.

"Seid Ihr bereit für den Sommer?", fragte der Leadsänger des Tablua Rasa Orchestra, Joe Maurer, die Gäste zum Auftakt. Und mit ihren Songs, einer Mischung aus Reggae, Pop, Swing sowie eine Prise Ska und Einflüssen von Jazz, heizten die Schwaben den Badenern so richtig ein. Bei Heavy Metal der 80er-Jahre, modern interpretiert von der Gruppe Road to Exile aus Konstanz, erbebte das Schlössle in seinen Grundfesten. Die Zuhörer erlebten mit dem Titel "Viking" eine Premiere.

Aus Göppingen reiste die Band Pluspol an und überzeugte mit Alternativ-Rock, vermischt mit Popelementen. Leben wie es kommt, gerade in der heutigen Zeit: Das ist ihr Motto und entsprechend ihre Musik mit deutschen Texten, alles Eigenkompositionen. Zwei Ausfälle hatte die Band Revote aus Oberuhldingen zu verzeichnen, vor allem die Sängerin wurde von den eigenen Jungs schmerzlich vermisst. Mit einem Song über Syrien gibt die Band auch ein Statement zu weltpolitischen Problemen ab.

Den Abschluss machten dann die späteren Sieger: Empty Beauty bedeutet tanzbarer Indie-Rock irgendwo zwischen den 60ern und heute. Die Musik von Bernd Fritz (Gesang und Gitarre), Markus Wunsch (Gitarre), Stephan Kurz (Bass) und Timo Gerstner (Schlagzeug) regt zum Tanzen an. Das wurde auch bei ihrem Auftritt im Schlössle deutlich. Letztlich überzeugten die Musiker das Publikum und die Jury mit ihrer energiegeladenen Live-Show, die leider nur 20 Minuten dauerte.

Die weiteren Termine

Der zweite Vorentscheid ist am Samstag, 13. Mai, im Irish-Pub in Tuttlingen. Dann geht es weiter am Samstag, 20. Mai, im Raben in Haslach im Kinzigtal und am Samstag, 27. Mai, in Jos Fritz Café in Freiburg. Das große Finale ist am Samstag, 24. Juni, beim Donauquellfest und Brauereifest in Donaueschingen, wo die besten vier Gruppen der Vorentscheide und der insgesamt beste Zweite antreten werden. Die Bands beginnen jeweils um 21 Uhr mit ihren Auftritten. (jümü)