Zu den wichtigen Aufgaben, zu denen sich der Caritasverband des Schwarzwald-Baar-Kreises verpflichtet fühlt, gehören die sozialen Dienste. Dazu gehört auch die Schwangerschaftsberatung.

Sozialberaterin Andrea Klausmann weiß um die Nöte, die insbesondere bei jungen werdenden Müttern entstehen können. „Wir nehmen uns Zeit für Sie, beraten und unterstützen Sie in allen Fragen, die Schwangerschaft betreffend“, lautet das Angebot des Caritasverbandes.

Es mangelt an Anlaufstellen

Insbesondere in ländlichen Gebieten mangelt es an Anlaufstellen. Der Facharztmangel im Bereich der Gynäkologie verschärft die Situation zusätzlich. Nicht nur auf dem Land sind die Schwangeren davon betroffen. Auch in Villingen-Schwenningen oder Donaueschingen geht die Anzahl der Gynäkologen zurück. Verbunden mit dem Hebammenmangel ist die Versorgung von werdenden Müttern nach der Geburt nicht mehr gewährleistet. „Dies ist ein nicht tragbarer Zustand“, so Klausmann. Lösungen sind nicht in Sicht.

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Psychosoziale Beratung und rechtliche Aspekte

Ein wichtiger Bestandteil der gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsinhalte ist die psychosoziale Beratung im Zusammenhang mit vorgeburtlichen Untersuchungen. Nicht nur die Gesundheitsthemen sind gefragt, oft sind es die sozialrechtlichen Aspekte, die auf die werdenden Eltern zukommen: Elterngeld, Elternzeit oder Fragen zum Mutterschutz. Die Berater informieren auch zu möglichen Sozialleistungen wie Unterhalt und Sorgerecht. Außerdem wird über finanzielle Zuschüsse aufgeklärt. Bei ungewollten Schwangerschaften bedarf es besonderer Beachtung. Den Ratsuchenden werden Informationen über Möglichkeiten einer vertraulichen oder einer anonymen Geburt sowie einer Adoption gegeben.

Schweigepflicht

Die Themen seien so vielfältig wie die Möglichkeiten zu Hilfestellungen, erklärt Klausmann. „Unsere Beratung ist kostenlos und wir wahren die Schweigepflicht“, sagt sie und betont, dass die Beratung unabhängig von Religion oder Nationalität erfolge.