Wenn sie unterwegs sind, dann eher unauffällig, ohne Blaulicht und Martinshorn: der Malteser Hilfsdienst in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Über den Umfang, der von den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern jeden Tag geleistet wird, wurde von den Bereichsleitern bei der Ortsversammlung in Villingen informiert. Einen großen Raum nimmt die Ausbildung bei den Maltesern ein: "Hatten wir 2017 noch 30 Kurse mit 531 Teilnehmern, waren es 2018 70 Kurse mit 893 Teilnehmern", berichtet Ressortleitern Tanja Harter. Bei der sozialpflegerischen Ausbildung werden unter anderem Betreuungsassistenten, Schwesterhelferinnen und Pflegdiensthelfer ausgebildet.

60 Helfer und zwölf Autos

Die Malteser VS gehören zu einem Drittel der Zweite Einsatzeinheit VS. Zwei Drittel bildet der DRK Kreisverband Donaueschingen. Insgesamt hat die Zweite Einsatzeinheit 60 Helfer und zwölf Autos, die im Notfall einsatzbereit sind. Zugführer Jürgen Riegger erinnerte an den Einsatz beim Busunglück in Vöhrenbach im Juni 2018. "Auf Grund der Anzahl von elf Verletzten und 73 betroffenen, britischen Schülern wurde ein sogenannter Massenunfall von Verletzten ausgelöst", so Riegger. Über 23 Sanitätsdienste und Unterstützungen bei Veranstaltungen wie der Riderman, der Fasnacht und Sportveranstaltungen, mit über 1275 Helferstunden berichtete Andreas Rebmann. "Hier stoßen wir an unsere Grenzen der Machbarkeit", sagt Rebmann.

15 aktive Hundeführer

Gemeinsam Spaß haben, anderen helfen und sich gegenseitig unterstützen: Das ist das Credo der Malteser Jugend, vielfältig, bunt und aktiv. Rund 15 Jugendliche sind bei den Maltesern aktiv, wenn es darum geht die Kinderolympiade des Gewerbevereins zu gestalten, bei der Teilnahme am Kinderferienprogramm, Erste-Hilfe-Kurse für Jugendliche durchzuführen oder sich auf den Einsatzsanitäter vorzubereiten. "unsere Jugend ist der Grundstock für die Malteser", sagt Bereichsleiter Benjamin Crain.

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Mittlerweile 14 aktive Hunde und 15 Hundeführer besuchen Schulkindergärten, Pflege und Altersheime und einen Einzelbesuch. "2018 haben wir 295 Person mit 124 Stunden besucht", berichtet Zimmermann. Eines der Ziele für 2019 hat Zimmermann für 2019 fest im Auge: Die Betreuungshunde sollen genauso wie Rettungshunde von der Hundesteuer befreit werden. "Hierzu ist es erforderlich, dass die Stadtverwaltung die Satzung entsprechend ändert", so Zimmermann.

Café Malta soll im April in Bad Dürrheim starten

Im April 2019 geht in Bad Dürrheim und in Donaueschingen das Café Malta an den Start. Ein Betreuungsangebot für Menschen mit demenzieller Veränderung und Entlastungsangebot für pflegende Angehörige. Einmal in der Woche werden sie von ehrenamtlichen Demenzbegleiter bei Kaffee, Kuchen und Aktivitäten begleitet.

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Von einem erfolgreichen Einstieg in den Krankentransport berichtete Dienststellenleiter Bernd Sakaschewski. Seit Februar sei man mit fünf Mitarbeitern bei Krankheitstransporten, notfallmäßigen Erstversorgungen und bei Alarmierungen außerhalb der Dienstzeiten bei hohem Transportaufkommen im Einsatz. Eine entscheidende Hürde mussten die Malteser selber überwinden: Es gab keine Rettungssanitäter auf dem Arbeitsmarkt. "Kurzer Hand haben wir eine Rettungssanitäterin und eine Rettungshelferin selbst ausgebildet", so Sakaschewski.