Autofahrer aufgepasst: Frösche, Kröten und Molche sind bei den derzeitigen milden Temperaturen wieder auf ihrer alljährlichen Wanderung. Um die Tiere sicher über die Straße zu bringen, sind wieder zahlreiche Helfer unterwegs. Deshalb gilt es, auf die Helfer und die Tiere im Straßenverkehr zu achten. Zudem gibt es ein Online-Meldeportal: Hier können Bürger beispielsweise eintragen, welche Amphibienwanderstrecken sie gesehen haben.

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Frösche, Molche und Kröten sind unterwegs

Sobald die Nächte milder und feuchter werden, verlassen Kröten, Frösche und Molche die Winterquartiere, um sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Die Amphibien legen dabei zum Teil weite Strecken zurück und queren auch stark befahrene Straßen. Nur wenige Straßenabschnitte verfügen über fest installierte Amphibienleitsysteme. An den meisten Wanderstrecken werden Zäune aufgestellt. Hier sind die Tiere darauf angewiesen, dass die Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen und Ehrenamtliche bei der Querung helfen.

Bürger können mithelfen

Für Bürger, die dem Naturschutzamt Hinweise zu Amphibienvorkommen und Wanderstrecken geben möchten, hat das Landratsamt unter www.lrasbk.de/amphibienschutz ein Online-Meldeportal eingerichtet, berichtet die Behörde. Hier können Bürger Beobachtungen teilen. Wer beim Amphibienschutz mitwirken möchte, kann sich dort oder auch unter der Telefonnummer 07721/913 7604 melden.

Krötenzäune wie dieser an der Straße zwischen Unterkirnach und Villingen bieten den Tieren Sicherheit.
Krötenzäune wie dieser an der Straße zwischen Unterkirnach und Villingen bieten den Tieren Sicherheit. | Bild: Rodgers, Kevin

Autofahrer sollen Tempo drosseln

Autofahrer werden darum gebeten, die entsprechenden Warnschilder an den Straßen zu beachten und die Geschwindigkeit zu drosseln. Der Luftsog, dem eine Kröte bei vorbeifahrenden Kraftfahrzeugen ausgesetzt ist, kann tödlich sein, da er oft zu Quetschungen an inneren Organen der Tiere führt. Ehrenamtliche Helfer und im Auftrag des Naturschutzamts Tätige stellen in den nächsten Tagen Krötenzäune auf, um möglichst viele Tiere bereits am Straßenrand abzufangen. Die Amphibien werden täglich eingesammelt, über die Straße getragen und auf der anderen Seite wieder abgesetzt. Achten muss man daher immer auch auf Menschen am Straßenrand, die abends, nachts oder in den frühen Morgenstunden unterwegs sein können.

Brauchen die Hilfe der Menschen: Erdkröten wandern im Frühjahr zu ihren Laichgewässern. Dabei ist der Verkehr die größte Gefahr für die Tiere.
Brauchen die Hilfe der Menschen: Erdkröten wandern im Frühjahr zu ihren Laichgewässern. Dabei ist der Verkehr die größte Gefahr für die Tiere. | Bild: Nadja Pohl

An diesen Straßen wandern die Kröten

Folgende Straßenabschnitte werden je nach Witterung zwischen 19 Uhr abends und 7 Uhr morgens gesperrt: Die Verbindungsstraße Brigachtal bis Wolterdingen zwischen dem Ortsausgang Beckhofen und der Abzweigung nach Grüningen, sowie der landwirtschaftliche Erschließungsweg Wolfsteich-Tannhöfe auf der Gemarkung Mönchweiler.

An folgenden Straßenabschnitten weisen Blinkleuchten und Warnschilder auf die Wanderstrecken hin: An der B 27 in Blumberg im Abschnitt zwischen Bleiche und Zollhaus sowie zwischen Bleiche und Längehaus.

Die B 500 in Triberg am Bergsee.

Die Kreisstraßen zwischen Bad Dürrheim und Hochemmingen, Weigheim und Mühlhausen, Niedereschach und Deißlingen, Villingen, Rietheim und Marbach, Obereschach nach Neuhausen und Schabenhausen, Villingen nach Sommertshausen, Fischbach nach Flözlingen, zwischen Achdorf und Fützen, sowie zwischen Weilersbach und Obereschach und zwischen Überauchen und Tannheim.

Außerdem sind die Alte Landstraße zwischen Tannheim und Wolterdingen, sowie die Landstraßen von Peterzell nach Königsfeld und Hardt, zwischen Grüningen und Klengen, Donaueschingen und Grüningen und in Vöhrenbach zwischen Weißkopfhof und Winterhof betroffen. Zudem sind auch die Straße von Donaueschingen-Aufen nach Grüningen und die Straße zwischen Schabenhausen und Kappel frequentiert.