Wie war die Welt auf dem Land im Schwarzwald und auf der Baar, als Oma und Opa noch Kinder waren? Und wie lebten hier die Generationen in noch früheren Zeiten bei uns? Spannende Antworten auf diese Fragen liefern die Freilichtmuseen der Region, die jetzt nach der Winterpause wieder geöffnet haben. Ganz ohne Kitsch und Klischees bieten sie authentische Einblicke in den Alltag aus mitunter noch gar nicht so lang vergangener Zeit – und erzählen ihren Besuchern auf zwanglose und unterhaltsame Weise vieles über ihre eigenen Wurzeln.

So hat das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach seine neue Saison unter das Jahresthema Schatzkiste Schwarzwald gestellt. Und die ist reichhaltig gefüllt, wie das Museum mitteilt: „Das fertiggestellte Waldmuseum, eine Sonderausstellung, verschiedene Thementage, Sonderführungen, Vorträge und Mitmachangebote zeigen die Charakteristika des Schwarzwalds als Region auf. Die Liste der verschiedenen Materialien und Werkstoffe, die für die Geschichte der Landschaft und seiner Bewohner von Bedeutung waren und sind, bilden den Leitfaden durch die Saison 2016“, heißt es wörtlich im Überblick.

Unter anderem sei das Waldmuseum im Lorenzenhof nun komplett überarbeitet - mit neuen Ausstellungseinheiten zu Bergbau, Mineralien, Steingut und Glas sowie zu Aspekten des Transports. Zusätzlich zeige das Freilichtmuseum in diesem Jahr eine Sonderausstellung: Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal – so der Titel. Die Ausstellung wird am 1. Mai eröffnet und ist bis zum Saisonende am 6. November zu sehen. „Thematisiert wird die Entwicklung der Schwarzwälder Mühle von der unverzichtbaren Anlage im bäuerlichen Alltag bis zum weitgehend nur noch symbolischen Bild von Idylle und Romantik“, so die Beschreibung der Museumsmacher.

Altbewährte Programmhöhepunkte würden zudem ergänzt durch neue Veranstaltungen zum Jahresthema. So stelle der Aktionstag „Ton in Ton“ am 17. April den Baustoff Erde, der 26. Juni die Schwarzwälder Seife und der 2. Oktober die Handelsware Papier in den Mittelpunkt. Am 10. Juli stelle das Freilichtmuseum seinen Besuchern mit „Ein Hoch auf die Ortenau“ die Weinbauregion zwischen Schwarzwald und Rhein näher vor. Neben den Themen- und Aktionstagen lade auch eine Reihe von Sonderführungen, Vorträgen und Abendveranstaltungen dazu ein, sich historisch und kulturell tief in die Region Schwarzwald hineinzuwagen. Die täglichen Angebote wie Handwerksvorführungen, freie Führungen für Einzelbesucher, Mühlenvorführungen und die Museumswerkstatt rundeten das Jahresprogramm ab. Alle kleinen Museumsgäste dürfen sich im Rahmen der „Offenen Werkstatt für Familien“ auf spannende Mitmachaktionen an den Sonntagen freuen.

Geöffnet bis 6. November täglich von 9 bis 18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr), im August täglich von 9 bis 19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr). Auskünfte: Tel. 07831/93560.

Infos im Internet:

www.vogtsbauernhof.de