Nachwuchsschriftsteller sollten jetzt den Griffel spitzen. Landratsamt und Sparkasse Schwarzwald-Baar loben erneut den Kulturpreis Schwarzwald-Baar aus. Der mit einem Preisgeld von 7500 Euro dotierte Wettbewerb wird in der Sparte Literatur und Drama vergeben.

Stärkung der Heimat

Beim Pressegespräch wiesen Landrat Sven Hinterseh und Arendt Gruben, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schwarzwald-Baar, auf die Bedeutung des Kulturpreises für den Landkreis hin. „Der Kulturpreis ist ein Stück Stärkung der Heimat. Wir wollen den künstlerischen Nachwuchs in unserem Landkreis unterstützen“, so Gruben. Der Kulturpreis wird seit dem Jahr 2000 in den jährlich rollierenden Bereichen Bildende Kunst, Literatur/Drama, Musik und Schauspiel/Kleinkunst vergeben. In den Anfangsjahren hieß der von der damaligen Sparkasse Villingen-Schwenningen, der Firma Hess und dem Theater am Turm ausgelobte Preis noch „Kulturpreis Theater am Turm“. Nachdem sich das Theater 2002 zurückgezogen hatte und der Landkreis als neuer Träger dazu kam, wurde ab 2002 der Kulturpreis Schwarzwald-Baar ausgelobt.

Start in große Karriere

An dem Wettbewerb teilnehmen können Einzelpersonen, Gruppen und Ensembles. Zwar wollen die Träger den Wettbewerb so offen wie möglich gestalten, dennoch sind einige Kriterien zu erfüllen. So müssen die Bewerber im Schwarzwald-Baar-Kreis geboren sein. Alternativ muss der Schwerpunkt der kulturellen Aktivität im Landkreis liegen. „Teilnehmen kann jeder, der sich zum Nachwuchsbereich zählt“, so Landrat Sven Hinterseh. Wobei sich die Bezeichnung „Nachwuchs“ auf den bisherigen literarischen Werdegang bezieht und keine Altersbegrenzung sein soll. „Jemand, der von seinen Veröffentlichungen leben kann, würde sich selbst nicht mehr als Nachwuchs einstufen.“ Wie Arendt Gruben sagt, habe der Kulturpreis schon „so manchen Preisträger hervorgebracht, der seinen Weg machte.“ Er erinnerte unter anderem an Julia Obergfell, die beim Wettbewerb Musik 2016 als Siegerin hervorging und heute in großen Orchestern musiziert.

Leicht geschrieben und dennoch gut

Eingesandt werden können die Beiträge, die entweder eine Kurzgeschichte, ein Auszug aus einem Roman, ein szenischer Text oder ein Auszug aus einem Theaterstück sein können und nicht mehr als 15 DIN A 4-Seiten umfassen dürfen, bis 13. September. Eine Fachjury mit Buchhändlerin Sabine Hauser, dem Wiener Autor Thomas Perle und Birgit Kuttruff, Leitern der Stadtbücherei Löffingen, wird dann aus allen Einsendungen die Entscheidung treffen und die Preisträger nominieren. Wie definiert die Buchhändlerin und Betreiberin der Buchhaltestelle in VS-Villingen, Sabine Hauser, ein gutes Buch? „Es kommt auf die Sprache und den Inhalt an.“ Sie stellt fest, dass die Menschen heute eher zu leichter Unterhaltung als zu großen literarischen Werken greifen. „Ein Buch kann heute leicht geschrieben und dennoch gut sein.“

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