VS-Villingen – Die 32-Jährige ist dreifache Mutter. Ursprünglich stammt sie aus Rottweil. Mit ihrer Heimatstadt ist sie im Herzen immer noch sehr verbunden. Der SÜDKURIER hat sich mit Debora Vater in der Redaktion in VS-Villingen getroffen und einmal hinter die Kulissen ihrer Casting-Teilnahme geblickt.

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Wie kommt man zu einer Casting-Sendung?

"Ich bin nicht selbst auf diese Idee gekommen", erzählt die 32-Jährige. Sie habe "The Voice of Germany" immer mit ihren Freunden geschaut und irgendwann meinte ihr Freund, warum sie sich denn nicht endlich bewerben würde. "Anfangs dachte ich, das Niveau wäre zu hoch für mich, weil dort wirklich Weltklasse-Sänger auftreten", berichtet sie, "doch dann wollte ich das einfach mal selbst erleben, wollte raus aus meiner Komfortzone und sehen, was ich auf so einer so großen Bühne und vor Fernsehkameras erreichen kann."

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Welche Erfahrungen braucht man?

"Ich glaube ich habe schon immer gesungen. Wahrscheinlich bin ich sogar singend aus meiner Mama rausgeplumst", sagt Debora Vater lachend. Als Kind hat Debora Vater häufig Disney-Filme geschaut und mitgesungen. Außerdem war sie in einem Schulchor und irgendwann auch in einer Band. "2004 habe ich schon einmal an eine Casting-Sendung teilgenommen. Die Show hieß 'Star search' und lief auf Sat1. Ich landete damals auf Platz fünft", erinnert sie sich. Gesangsunterricht habe sie jedoch nie genommen, da sie als eines von sieben Kindern aufwuchs und einfach nicht die Möglichkeiten da waren.

Wie laufen die Dreharbeiten für so eine große TV-Produktion ab?

Bereits vor den Blind-Auditions gab es ein Casting, das von Februar bis Juli lief, so Vater. "Im Juli bekamen wir dann Bescheid, ob wir an den Blind-Auditions teilnehmen dürfen", sagt Debora Vater. Die Dreharbeiten für die Sendung fand dann sechs Tage am Stück statt. In dieser Zeit wohnte Debora Vater gemeinsam mit den anderen Kandidaten in einem Hotel. "Wir wurden dort darauf vorbereitet, wie wir uns auf der Bühne verhalten sollen", sagt die 32-jährige. Die Outfits und das Make-Up durften die Teilnehmer größtenteils selbst bestimmen, es wurde lediglich noch einmal kurz kontrolliert und zum Beispiel das Gesicht abgepudert. "Für den eigentlichen Drehtag bekommt man dann einen Zeitplan, wann man wo sein muss", berichtet die 32-Jährige. "Es gibt überall so genannte Runner, die einen dann zu den Terminen begleiten und Dinge erklären."

Debora Vater nimmt auf einem der Jury-Stühle Platz.
Debora Vater nimmt auf einem der Jury-Stühle Platz. | Bild: privat

Wie ist es, auf der Bühne zu stehen?

"In diesem Moment sind mir tausende Gedanken durch den Kopf gegangen", berichtet die junge Mutter. "Ich wusste ja auch, dass es in diesem Moment darauf ankommt." Obwohl es Vater in diesem Moment richtig bange war, habe sie aber auch "richtig Bock" auf ihren Auftritt gehabt. Den Teilnehmern wurde empfohlen, die Augen zu schließen, um sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren, doch Debora Vater konnte das nicht, sie musst das imposante Bild der Zuschauer und der großen Bühne einfach in sich aufsaugen. Am Schluss haben sich dann alle Jury-Mitglieder für sie umgedreht. Debora Vater hat sich schließlich für Mark Forster entschieden. "Er war der erste, der meinen Nerv getroffen hat und der eine Vision für mich hatte," erzählt sie.

Wie ist das Miteinander bei so einer großen Fernsehproduktion?

"Ich habe noch nie so ein tolles Team um mich gehabt, wie dort", sagt Debora Vater. Für die Teilnehmer gab es immer ein offenes Ohr, bei Unklarheiten konnte man stets bei "The Voice of Germany" anrufen und Fragen stellen. "Ich hatte auch total Angst, dass es im Hotel Konkurrenzkämpfe zwischen den Kandidaten geben würde, aber das war gar nicht so. Wir haben uns immer Respekt entgegengebracht und unterstützt." Debora Vater erzählt, so ein hohes Niveau habe sie noch nie erlebt.

Gesangskostprobe

Nach unserem Gespräch mit Debora Vater hat uns die 32-Jährige vor der SÜDKURIER-Kamera gezeigt, wie viel Talent sie hat. Im folgenden Video singt sie das Lied "Don't Stop Believing" von Journey. Überzeugen Sie sich selbst:

Video: Fröhlich, Jens