In Notfällen und Gefahrensituationen, bei denen die Feuerwehr an ihre Grenzen stößt, kommt meist das Technische Hilfswerk (THW) mit schwerem Gerät und spezieller Ausrüstung zum Einsatz dazu. Und hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan: Der Bund hat die finanziellen Mittel für das Technische Hilfswerk deutlich aufgestockt, da Fuhrparks und Ausrüstung teils veraltet und nicht mehr für aktuelle Gefahrenpotenziale ausreichend waren. Wie gut das Geld angelegt wurde, davon überzeugte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei bei einem Besuch beim THW Villingen-Schwenningen.

Ihre Leistungsfähigkeit demonstrierte die gut eingespielte Truppe bei ihrer Übung bei Minusgraden und verordneter Dunkelheit. Ein Stromausfall, der durch Feuer, Wasser, technische Defekte, einen Netz-Blackout oder inzwischen auch durch Cyber-Attacken jederzeit möglich wäre.

Da die Infrastruktur mit Strom- oder Wasserversorgung in Deutschland recht sicher ist, hält sich die Zahl der THW-Einsätze auch in Grenzen. „Das THW geht oft dorthin, wo nach Krieg, Gewalt oder Naturkatastrophen überlebenswichtige Infrastrukturen fehlen und sich andere erst gar nichthintrauen“, umschreibt Thorsten Frei das Einsatzfeld. Deshalb sei die Aufstockung des Haushalts ein wichtiges Signal der Politik als Wertschätzung dieser Arbeit.

„Lediglich auf die zweite Fluchttür aus unserem Aufenthaltsraum müssen wir schon sehr lange warten, um diesen auch weiterhin für größere Besprechungen nutzen zu dürfen. Hierfür ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zuständig und lässt sich bei aller Notwendigkeit sehr viel Zeit“, bedauerte der ansonsten fast wunschlos glückliche THW-Ortsbeauftragte Matthias Richter gegenüber Frei. Dieser versprach, nachzuhaken.

Hoffnungen setzt Richter auch auf den Bundesfreiwilligendienst. „Denn auch wir können jedes junges THW-Mitglied in unseren Reihen sehr gut gebrauchen.“ Prinzipiell könne nämlich jeder beim Technischen Hilfswerk helfen.