460 Fälle von Vorenthaltung und Veruntreuung von Gehältern, ein Schaden von mehr als einer Million Euro für die Sozialkassen. Wie das Hauptzollamt nun mitteilt, hat das Amtsgericht Villingen-Schwenningen den Geschäftsführer eines regionales Catering-Services zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr ohne Bewährung verurteilt.

Über mehrere Jahre habe der nun Verurteilte Mitarbeiter in seinen Betrieben – die meisten davon in Donaueschingen – beschäftigt, die nicht ordnungsgemäß angemeldet waren. Der Großteil der Gehälter sei schwarz gezahlt worden. Zudem erstellte der 52-Jährige falsche Lohnbelege und Stundenabrechnungen, um seine Taten zu verschleiern.

„Hohe kriminelle Energie“

„Den Sozialkassen entstand ein Schaden von mehr als einer Million Euro“, schildert Mark Eferl vom Hauptzollamt Singen. „Aufgrund des erheblichen Schadens und der zum Teil hohen kriminellen Energie wurde die Freiheitsstrafe ohne Bewährung ausgesprochen.“ Damit war das Gericht einer Absprache zwischen Staatsanwaltschaft und und dem Angeklagten gefolgt, die kurz vor der Urteilsverkündung zustande gekommen war.