Am internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen haben die Frauen des Frauenbeirats in der Stadt aufgeklärt. Mit einem Infostand in der „Buchlese", auf Plakaten, den bekannten blauen Fahnen der Menschenrechtsorganisation „Terre des Femmes" und mit Papierblumen, an die sie Infos und einen QR-Code angebunden hatten, machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam.

Mädchenschutzprogramm von „Terre des femmes“

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf den sogenannten Loverboys, einem „brandaktuellen Thema“, wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr am Infostand meinte. Seit einiger Zeit habe „Terre des Femmes„ ein Mädchenschutzprogramm aufgelegt, berichtet die stellvertretende Vorsitzende des Frauenbeirats, Barbara Olowinsky. 2017 sei es darum gegangen, kleine Mädchen vor dem Kopftuchzwang zu schützen. Dann habe die Frauenorganisation eine Petition auf den Weg gebracht, um regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für Mädchen zu erreichen.

Mädchen als Sexobjekte verkauft

In diesem Jahr kläre der Verein, der sich für Menschenrechte für Frauen einsetze, über die Loverboys auf. Das seien Männer, die Kontakt zu Mädchen suchten, ihnen die große Liebe vorspiegelten, „bis sie ihnen hörig sind und sie die Mädchen als Sexobjekte verkaufen“. Diese Masche, so Olowinsky, werde auch in Deutschland leider sehr häufig angewandt.

Frauen und Mädchen stärken

Um nicht nur Broschüren zu verteilen, habe Gabi Emminger im Frauenbeirat die Idee gehabt, einen QR-Code zu entwickeln. Über diesen Code können sich Interessierte ganz schnell die wichtigsten Informationen aufs Smartphone holen. „Unser Ziel ist ja die Stärkung von Mädchen und Frauen, der QR-Code kam super an.“ Der Frauenbeirat plant auch Plakate auf Schultoiletten mit dem QR-Code aufzuhängen. Dann können sich die Mädchen ganz unbeobachtet die Informationen holen.

200 lila Papierblumen

Mit etwa 200 lila Papierblumen haben die Frauen ihre Aktion unterstützt. Ute Koch und Bärbel Bantle vom Frauenbeirat hatten die Blumen am Morgen in der Stadt verteilt. „Besonders der QR-Code hat die Mädchen begeistert“, erzählt Koch. Aber auch junge Mütter hätten die Infos gern entgegen genommen.

Dank von der Oberbürgermeisterin

Die Aktion sei besser angekommen als frühere Infokampagnen, hat auch die Vorsitzende des Frauenbeirats Barbara Kunst beobachtet. Für Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr ist die Stärkung von Mädchen und Frauen ein wichtiges Anliegen. Sie dankte deshalb den Mitgliedern des Frauenbeirats für ihr ehrenamtliches Engagement.

Infos über Loverboys

In einem kurzen Spot, zu finden über no-loverboys.de, zeigen Jimi Blue Ochsenknecht und Hanna Binke, wie diese spezielle Zuhälter-Masche läuft – und wie Mädchen sich dagegen wehren können. Über die Telefonnummer 0800 / 0116016 können Frauen, die Gewalt erleiden, jederzeit sich informieren und beraten lassen, wo sie vor Ort Unterstützung finden können.