In Schönbronn hat sich die Bürgerinitiative Radweg Sulgen-Eschbronn (BI) mit Bürgermeister Franz Moser aus Eschbronn getroffen. Die Gruppe möchte die Pläne für einen Radweg von Sulgen über Schönbronn nach Eschbronn vorantreiben.

Unklare Streckenführung

Für den erkrankten Schramberger OB Thomas Herzog saß der ehrenamtliche Radbeauftragte Gunnar Link am Tisch. Er fordert den Radweg schon seit Längerem. Die BI hält eine Trasse auf der von Sulgen her gesehen linken Seite für die beste Lösung. Moser möchte diese Frage lieber den Planern überlassen: "Ich bin kein Techniker." Auch Link wies auf Probleme bei der Streckenführung hin: Zwischen Sulgen und Schönbronn seien die Böschungen auf der linken Seite sehr steil. "Da müsste man gegebenenfalls den Hang aufschütten." Auf der rechten Seite reiche die Bebauung nah an die Straße und befände sich ein Entwässerungsgraben. "Da sollten sich Fachleute Gedanken machen", riet er.

Projekt auf Platz 14

Moser betonte bei dem Gespräch, bei den Radwegeprojekten habe der Landkreis "den Hut auf". Die Priorisierung der 40 möglichen Projekte – dort erscheint der Radweg Sulgen-Eschbronn auf Rang 14 – sei nicht endgültig. Seit 2014 sei bisher erst ein Radweg bei Deißlingen umgesetzt worden. Wenn der Kreis feststelle, die Kommunen gehen bei der Planung in Vorleistung, könne der Landkreis ein solches Projekt auch vorziehen. Sowohl die Stadt Schramberg als auch die Gemeinde Eschbronn haben in ihren Haushalten für 2019 erste Planungsmittel aufgenommen. Der Sprecher der BI, Thomas Maier, vermutet, es könne schon bestimmte Vorplanungen geben, denn vor Jahren habe es schon Vorschläge für eine Radwegverbindung gegeben. "Wenn Franz Moser und Thomas Herzog da miteinander dran sind, geht es umso schneller", freut er sich.

Land und Kreis bezahlen mit

Wenn man Landesmittel beantrage und einen Zuschuss erhalte, würde das Land die Hälfte zahlen. Der Kreis fördere mit einem Viertel, das restliche Viertel teilen sich die Kommunen anteilsmäßig auf, erläuterte Moser.

Für Eschbronn sei der Radweg wichtig als zusätzliche Verbindung ins Mittelzentrum mit den Betrieben, dem Hallenbad und den beruflichen Schulen auf dem Sulgen. "Das ist noch unsere einzige offene Flanke", so Moser.