Seit März 2014 hat sie den Besuchern auf dem Platz und den durchfahrenden Autofahrern an der Oberndorfer Straße in Schramberg die Zeit verkündet, seit Mittwoch fehlt sie: Die Dreifachuhr am oberen Ende des Rathausplatzes. Sie wird ausgebeult und eine der drei Uhren repariert.

Stahlbildhauer David Besenfelder, der die Stele auch hergestellt hat, hat die Uhr in seine Werkstatt mitgenommen, um die in den vergangenen Jahren hineingefahrenen Dellen wieder auszubeulen, berichtet die Sprecherin der Stadt Schramberg, Susanne Gorgs-Mager, auf Nachfrage. "Alle drei Uhren wurden ausgebaut, eine Uhr ist beschädigt, voraussichtlich aufgrund des Anfahrens." Die Firma Junghans werde die Uhren prüfen und reparieren.

Die Idee für die Uhrenstele hatte Peter Renz bei einem Spaziergang mit Hans-Jochem Steim. Ihm fehlte an dieser Stelle eine Uhr. Aufgegriffen hat die Idee die Firma Junghans, die dann vom Designer Volker Fuchs einen Entwurf für eine Säule machen ließ. Besenfelder, der viele Jahre in der Werkstatt von Erich Hauser gearbeitet hatte, hat die Stele schließlich hergestellt.

Die Uhren seien keine Junghans-Uhren, wie Geschäftsführer Matthias Stotz bei der Übergabe 2014 betonte. Sie stammten aus der Schweiz. Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog hatte das Geschenk der Firma damals gerne angenommen.

Fröhliche Gesichter bei der Übergabe im März 2014. Von links Junghans-Geschäftsführer Matthias Stotz, Peter Renz, Hans-Jochem Steim und Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog.
Fröhliche Gesichter bei der Übergabe im März 2014. Von links Junghans-Geschäftsführer Matthias Stotz, Peter Renz, Hans-Jochem Steim und Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog. | Bild: Martin Himmelheber

Doch nun ist das Geschenk erst einmal in der Werkstatt. Voraussichtlich Mitte September werde die Stele wieder aufgestellt, so Gorgs-Mager. Die Schäden sowohl an der Edelstahlstele als auch an der Uhr sind wahrscheinlich von einem rückwärtsfahrenden Lieferwagenfahrer verursacht worden. Nach der Karambolage hatte die Stadt einen Holz-Sitzbalken zum Schutz davor gestellt. Das sei aber nur ein Provisorium gewesen. "Wenn die Uhr wieder aufgebaut ist, werden zu ihrem Schutz und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität dauerhaft Sitzgelegenheiten aufgebaut", kündigt die Stadtsprecherin an.

Die Reparaturkosten muss die Stadt übernehmen, schließlich gehört ihr die Uhrenstele ja – und der Schadensverursacher sei leider nicht geschnappt worden.