Die Bewertungskommission für die Landesgartenschau in Schramberg hat sich am Donnerstagnachmittag über die Bewerbung der Stadt für eine Landesgartenschau in den Jahren 2026, 2028 oder 2030 informiert. Die Kommission mit Marc Calmbach vom Ministerium für den ländlichen Raum an der Spitze besuchte die Schramberger Innenstadt. Höhepunkt war eine Da-Bach-Na-Fahrt mit zwei Zubern.

  • Per Oldtimer in die Talstadt: Die Gruppe mit Fachleuten aus dem Ministerium, von den kommunalen Verbänden, den Landesgartenschauveranstaltern und den Landschaftsarchitekten war mit einem Oldtimerbus von der Heuwies kommend in der Talstadt eingetroffen. Beim Lichtspielhaus begrüßten Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Gruppe. Fachbereichsleiter Rudolf Mager erläuterte den Kommissionsmitgliedern die Schulcampuspläne, bevor es durch die Unterführung ("Ein Erinnerungsstück aus den 70er Jahren") zum Schloss ging. Hier begrüßte Oberbürgermeister Thomas Herzog die Gäste, stellte die Stadt vor und betonte dass Gemeinderat, Bevölkerung und Stadtverwaltung hinter der Landesgartenschau-Bewerbung stünden.
    Oberbürgermeister Thomas Herzog (links) heißt die Mitglieder der Bewertungskommission im Schloss willkommen.
    Oberbürgermeister Thomas Herzog (links) heißt die Mitglieder der Bewertungskommission im Schloss willkommen.
  • Topografie ist Herausforderung: Im Namen des Gemeinderates dankte Clemens Maurer, Sprecher der CDU-Fraktion, Oberbürgermeister Thomas Herzog, Fachbereichsleiter Rudolf Mager und dem gesamten Team, dass sie die Planung so engagiert vorangetrieben haben. Das Vermächtnis der Stadt und ihrer Menschen sei, "mit Fleiß, Einsatz und Ideen die Chancen ihrer Zeit zu nutzen". Die zentrale Herausforderung sei die topografische Lage mit mehr als 300 Metern Höhenunterschied. Sein Fazit: "Wir freuen uns auf die Landesgartenschau, egal ob 2026 oder 2030." Zwischenruf von OB Herzog: "2028 nehmen wir sie auch."
  • Möglichkeiten des Umbaus: Ausführlich erläuterte Mager anhand von Plänen, welche Möglichkeiten ein Stadtumbau für die Stadt Schramberg bieten würde. Bei zahlreichen Stadtgesprächen und Stadtspaziergängen habe die Verwaltung die Bevölkerung informiert und mitgenommen. Nach einem Abstecher in die Majolika und vorbei am St. Maria-Wehr ging es in die Stadt. Auf dem vorderen Rathaus wartete ein bunter "Frühlingsmarkt". Das Jugendblasorchester spielte Heiteres. Am Kirchenbach erläuterte Karl Pröbstle vom Tiefbauamt die Hochwasserproblematik: Bei einem starken Hochwasser läuft die Innenstadt voll.
  • Da-Bach-na-Fahrt im April: Inzwischen hatten einige 100 Schramberger sich an der Schiltach eingefunden, um der ersten Bach-na-Fahrt im April beizuwohnen. Kurz nach 17 Uhr kam dann auch Siegfried Brändle als Startfahrer, gefolgt von einem Brezelzuber mit Zunftmeister Michael Melvin und Bach-na-Fahrer Chef Tobias Wernz. Mit Kanal-voll- und Furz-trocka-Rufen begleiteten die Zuschauer die tapferen Bach-na-Fahrer, die mit etwas wenig Wasser unter dem Kiel zu kämpfen hatten. Eines dürfte diese Aktion den Kommissionsmitgliedern klar gemacht haben: Wenn die Schramberger Lust auf Quatsch machen haben, ist ihnen jede Gelegenheit recht. Und für einen guten Zweck werden hehre Traditionsregeln eben über Bord geworfen und der Narrenmarsch am 19. April gespielt. Durch die sanierte Sängerstraße führte Mager die Kommission zum Busbahnhof, zeigte die Vision einer Umgestaltung des Bereichs vor dem Cityhochhaus. Am Durchgang zwischen Leibbrandplatz und Gymnasium war noch einmal schön zu sehen, was aus dem Gewässer gemacht werden könnte, wenn es aus seinem engen Korsett befreit wird. Bei der Heilig-Geist-Kirche stiegen die Kommissionsmitglieder und die Vertreter der Stadt wieder in Busse und fuhren für eine interne Abschlussbesprechung ins neue Feuerwehrgerätehaus auf dem Sulgen.