Seit 20 Jahren wird die Glückshansili-Hof-Uhr der Firma August Schwer aus Schonwald bereits in kleineren Stückzahlen produziert, jetzt hat sie auch eine offizielle Auszeichnung erhalten. Im Auto- und Uhrenmuseum in Schramberg gewann sie den Wettbewerb zur Schwarzwalduhr des Jahres 2016. Der Verein die Schwarzwalduhr (VdS) organisierte den Wettbewerb zum 17. Mal, und zum zweiten Mal war Schramberg Gastgeber.

Die Gewinneruhr erhielt bei der Abstimmung insgesamt 649 Stimmen der 3500 Teilnehmer. Entworfen hat die Uhr Andreas Winter. „Wir wollen einen idealen Schwarzwaldhof zeigen mit möglichst detailgetreuen Darstellungen. Rechts sieht man die Faulenzer, den Bauern und seinen Knecht beim Bier trinken, links wird geschafft“, so Winter. Es handle sich um ein aufwendiges Uhrwerk, ergänzt um eine Musikspieldose aus der Schweiz.

Den zweiten Platz gewann die Schwarzwaldschmiede der Firma Hubert Herr aus Triberg mit 480 Stimmen. Platz drei ging mit 403 Stimmen an eine Uhr mit Autowerkstatt der Firma Hönes aus Titisee-Neustadt. Auf dem vierten Platz landete eine moderne, minimalistische Uhr von Rombach und Haas aus Schonach, die 382 Stimmen erhielt.

In seiner Ansprache berichtete der Vereinsvorsitzende Ingolf Haas, dass der Wettbewerb super ankomme. An den verschiedensten Orten habe der Verein schon Kuckucksuhren aus- und zur Wahl gestellt und so für mehr Aufmerksamkeit für die Kuckucksuhr gesorgt.

Seit etwa zehn Jahren beobachte er eine Trendwende beim Publikum: „Bis dahin war die Kuckucksuhr Kitsch, heute ist sie Kult.“ Er vermutet einen Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Seither sei der Begriff Heimat wieder gesellschaftsfähig. Laut Haas ist die Kuckucksuhr weltweit das bekannteste Produkt aus Deutschland.

Haas ist überzeugt, dass das auch damit zusammen hänge, dass die Hersteller „mit Herzblut und viel Handarbeit“ diese Uhren fertigten. Der Vorsitzende des Fördervereins des Schramberger Auto- und Uhrenmuseums, Helmut Banholzer, hob hervor, dass die Kuckucks-Uhrenhersteller, obwohl Konkurrenten, für den Wettbewerb so eng zusammenarbeiten. Die Abstimmung sei sowohl im Museum über Karten als auch über Facebook erfolgt. Schließlich verloste der Verein unter den Teilnehmern, die für den Glückshansili-Hof gestimmt hatten, noch eine Kuckucksuhr.

Irene Moosmann vom Museums-Team zog als Gewinnerin Edeltraud Schlenker aus Bad Dürrheim.