Mit dabei im Gepäck war eine kleine Franziskus-Figur, die in der Werkstatt für behinderte Menschen in Heiligenbronn an einem 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum von Hermle gefräst wurde – als Übungsobjekt für die dreidimensionale Bearbeitung, das in nur wenigen Exemplaren hergestellt wurde. Vorbild hierfür war die eingescannte Franziskus-Skulptur von August Hoffmann, die die Stiftung vom Kloster geschenkt bekam und die auch im Logo der Stiftung abgebildet ist.

Am Vorabend der Audienz bewunderten die Rom-Fahrer aus Heiligenbronn den Petersdom, der nicht wie die meiste Zeit im Jahr von Menschen überfüllt war. Am Morgen der Audienz ging es mit vielen „Grüezi vielmals“ an den Posten der Schweizer Garde vorbei auf den Petersplatz. Der Papst berichtete zunächst in seiner allgemeinen Ansprache über seine Reise nach Peru und Chile. Danach verschwand er im Inneren, weil er kranke Jugendliche segnete, für die es auf dem Petersplatz zu kalt gewesen wäre. Dann schritt Franziskus bei den Gästen der ersten Reihe entlang, begleitet von Sicherheitskräften und Fotografen. Bei der Heiligenbronner Gruppe angekommen, hörte er den Ausführungen von Schwester Agnes und den drei Stiftungs-Vertretern zu, nahm sich Zeit und stellte mit großem Interesse Fragen, wie die Rom-Pilger berichten.

Altenhilfe-Leiter Boris Strehle überreichte ihm dann die gefräste Figur aus der Werkstatt: „Ein Franziskus für Franziskus!“ Der Heilige Vater nahm das Geschenk aus Heiligenbronn lachend entgegen und betrachtete es freudig. Zum Abschluss gab er den Gästen aus Stiftung und Kloster auf den Weg: „Betet für mich und haltet zusammen!“ Auch mit Erzbischof Gänswein unterhielten sich die Heiligenbronner Gäste noch.

Tief beeindruckt und beglückt von dieser Begegnung mit dem Heiligen Vater verbrachten die Heiligenbronner Rom-Fahrer noch einen Tag in der Ewigen Stadt und erzählten nach ihrer Rückkehr mit Begeisterung davon. Der 81-jährige Papst, berichtet Michael Wollek, schien ihm 20 Jahre jünger geworden zu , sobald er mit den Menschen auf dem Platz ins Gespräch kam. Für Hubert Bernhard war es „ein Erlebnis, das wirklich unter die Haut gegangen ist“.

Altenhilfe-Leiter Boris Strehle (links) und Vorstand Hubert Bernhard überreichen dem interessierten Heiligen Vater eine Franziskus-Figur, die in der Werkstatt für behinderte Menschen entstanden ist. <em>Bild: L’Osservatore Romano</em>
Altenhilfe-Leiter Boris Strehle (links) und Vorstand Hubert Bernhard überreichen dem interessierten Heiligen Vater eine Franziskus-Figur, die in der Werkstatt für behinderte Menschen entstanden ist. Bild: L’Osservatore Romano