Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass im Bernecktal ein Wasserfall zu erleben war. Wenn zu viel Wasser in das Turbinenrohr für das Junghans-Kraftwerk drückt, oder die Turbinen abgeschaltet werden, wird das Wasser zwischen Wehr und Kraftwerk ausgeleitet.

"Das passiert nicht oft", erzählt Doris Philipp, die mit ihrem Mann im Kraftwerksgebäude lebt. "So stark wie heute war es noch nie." Das Wasser sei schon fast über die Straße gespritzt. Bei starken Regenfällen werden immer wieder Äste und Zweige in die Rechen am Einlaufwehr gespült. Dann muss Hans- Peter Philipp raus, die Rechen reinigen. "Dafür schaltet die Zentrale in Pfullendorf die Anlage dann aus", erzählt der Rentner, der seit Jahren das Junghans-Kraftwerk an der Geißhalde und das Wehr im Lauterbachtal betreut. Seit dem Verkauf der Kraftwerke seien die Anlagen alle direkt mit der Leitzentrale im Pfullendorf verbunden.

Bei ordentlich Wasser in der Schiltach kommen auch immer wieder Wildwasserfahrer ins Bernecktal, hat Doris Philipp beobachtet. "Die fahren dann mit ihren Kajaks an unserem Haus vorbei." Vor etwa drei Jahren war sie rechtzeitig auf der Brücke, um die tollkühnen Paddler zu fotografieren: "Die waren davon nicht so begeistert, denn das ist ja nicht erlaubt." Einige Meter unterhalb des Kraftwerks sei damals dann auch Ende gewesen: "Da mussten sie aussteigen." Ein Baum war beim Sturm in den Bach gefallen und versperrte die Weiterfahrt.

Und weil wir gerade bei "Burglind" und ihrer Folgen sind, noch eine gute Nachricht aus dem "Park der Zeiten" in Schramberg. Sie betrifft den Mammutbaum, den der Orkan am Mittwochmorgen stark beschädigt hatte. Ein Baumexperte habe den Baum am Donnerstag untersucht und festgestellt, dass der stehen gebliebene Teil standsicher sei. "Er kann zumindest vorläufig als Naturdenkmal erhalten werden", heißt es aus dem Rathaus.