Ein 78-jähriger Jäger ist nach einem nächtlichen Pirschgang gestorben. Das Unglück hat sich bereits vergangene Woche zugetragen. Der gebürtige Schramberger hatte sich nachts im Wald verirrt und war erst nach Stunden stark unterkühlt von einem Jägerkollegen entdeckt worden. Zwar hatte der Rettungsdienst den Mann noch ins Krankenhaus gebracht, doch die Wiederbelebungsversuche kamen zu spät.

Die Sprecherin des Polizeipräsidiums Tuttlingen, Renate Diesch, bestätigte den Unglücksfall, der sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 24. und 25. Januar in einem Waldstück im Gewann Hub Richtung Brogen zwischen Tennenbronn und St. Georgen zugetragen hat. Demnach wollte der 78-Jährige, der zuletzt in einem Hornberger Stadtteil gewohnt hat, mit seinem Auto zu einem Hochsitz fahren. Als er um Mitternacht noch nicht zurückgekehrt war, habe seine Ehefrau gegen 1 Uhr 30 den Pächter des Jagdreviers in Lauterbach informiert. Dieser habe sich sofort auf die Suche gemacht.

Im Wald habe er das Auto des Jägers gefunden, "da er die Jagdgewohnheiten seines Kollegen kannte", so Diesch. Das Auto steckte im Tiefschnee fest. Der 78-jährige hatte sich zu Fuß auf den Weg zurück gemacht. Die Polizei vermutet, dass er gestürzt war, sich nicht mehr allein aufrichten konnte und so im Schnee liegengeblieben war. Ein Notruf per Handy ist bei der Polizei nicht eingegangen, so Polizeisprecher Dieter Popp auf Nachfrage.

Der Jagdpächter war den Fußspuren im Schnee gefolgt. Er fand seinen Jagdkameraden "in hilfloser Lage", alarmierte um 2.58 Uhr Polizei und den Rettungsdienst. Die Rettungssanitäter konnten den stark unterkühlten und bewusstlosen Mann zunächst wiederbeleben. Sie brachten ihn noch ins Schwarzwald-Baar-Klinikum nach Villingen-Schwenningen, so Popp. Doch die Ärzte konnten ihn nicht mehr retten.