Dicht beisammen sitzen, essen, trinken, feiern und dichtes Gedränge in der Bar und im Vergnügungspark – was Jahrzehnte selbstverständlich das Volksfest auszeichnete, erscheint in Corona-Zeiten als völlig surreal. „Beschränkungen bis Ende August, und was dann kommt, wissen wir nicht – keine Chance“, fasste er die Lage zusammen. Zwar hatten die Veranstalter über Anpassungen des Festes nachgedacht. „Das wäre nicht das Volksfest, wie wir das kennen“, bestätigte Kommandant Dirk Schuler. Und mit einem Fünkchen Hoffnung zögerten sie die Entscheidung über die Durchführung hinaus, bis sie jetzt endgültig die Reißleine zogen.

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„Es tut uns sehr weh und es fällt uns verdammt schwer, dass unser Volksfest dieses Jahr nicht stattfinden kann“, schreibt Schriftführer Michael Kienzler. Aber der Schutz der Gäste vor einer Ansteckung, als auch der Schutz der eigenen Feuerwehrkameraden als systemrelevante Einsatzkräfte, geht vor. Noch ehe die Bundesregierung das Kontaktverbot ausrief, waren die Feuerwehrmänner angehalten, ihr Ansteckungsrisiko absolut zu minimieren, um im Bedarfsfall voll einsatzfähig zu sein.

Alles war gebucht

Das Unterhaltungsprogramm des 51. Volksfests stand bereits seit Dezember 2019. „Bands und Festzelt waren gebucht“, erklärte Schwer. Am Samstagabend wollte die hessische Coverband Mission to Party – den Schonachern seit Jahren bekannt als On Line – wieder kommen, und der Vergnügungspark hätte mit einer neuen Schaustellerfamilie, der Familie Gebauer aus Konstanz, neue Attraktionen ins Obertal gebracht. Als völlig problemlos beschrieb Schriftführer Kienzler die Reaktionen der Vertragspartner auf die Absage: „Es war, als hätten sie drauf gewartet.“

Bock soll 2021 wieder steppen

Das Vorstandsgremium des Fördervereins hofft nun auf das Verständnis in der Bevölkerung und darauf, vom 4. bis 6. September 2021 ein richtig tolles Volksfest auszurichten, bei dem dann wieder der Bock steppen kann.

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Kommandant Dirk Schuler bedauerte den Ausfall des Volksfests sehr, auch als Einnahmequelle, um den Brandschutz der Gemeinde Schonach zu verbessern. „Die Situation in der Feuerwehr ist nach wie vor verschärft“, erklärte er. Alles werde auf kleinster Flamme gekocht, Proben fallen aus und auch die Jahreshauptversammlungen könnten erst, nach Freigabe aus dem Landesinnenministerium, in Erwägung gezogen werden. Er, wie auch der stellvertretende Kommandant Matthias Fehrenbach, hoffen, dass die Kameraden trotzdem ihrer Wehr und dem Helferauftrag verbunden bleiben, nachdem die Arbeit seit fast einem Vierteljahr ruht. Christof Schwer formulierte seinen Dank an alle, die das Volksfest tatkräftig oder finanziell unterstützen und hofft auf ihr Mitwirken im nächsten Jahr.

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