Am kommenden Kilwi-Sonntag, 18. Oktober, hätte der Schonacher Einzelhandel (EHS) normalerweise seinen verkaufsoffenen Sonntag in Verbindung mit dem Kilwi-Kaffee-Nachmittag des Handharmonika-Spielrings/Trachtengruppe Schonach im Haus des Gastes veranstaltet. Doch daraus wird Corona-bedingt nun nichts. Beide Veranstalter bedauern dies sehr.

Handharmonika-Spielring/Trachtengruppe sagte schon früher ab

Während der Vorsitzende des Handharmonika-Spielrings/Trachtengruppe Schonach, Joachim Klausmann, bereits Ende September bekanntgab, dass er seine traditionelle Veranstaltung dieses Jahr aufgrund der Pandemie schweren Herzens absagen muss (wir berichteten), meldete sich nun auch der Vorsitzende der Schonacher Einzelhändler, Michael Dold, zu Wort.

Das könnte Sie auch interessieren

Einzelhandel leidet

Im Gespräch mit dem SÜDKURIER betont Dold, dass auch ihm „das Herz blutet“. Dies nicht zuletzt mit Blick auf das Frühjahr, in dem aufgrund des Lockdowns Mitte März bereits der alljährliche in Schonach und Triberg parallel am Palmsonntag, 5. April, stattfindende, verkaufsoffene Sonntag abgesagt werden musste. Nachdem das Ostergeschäft und auch die Einnahmen um den Weißen Sonntag aufgrund der geschlossenen Ladentüren wegbrachen, sei man letztlich über den Beschluss der Landesregierung, die Geschäfte wieder ab dem 20. April öffnen zu dürfen, froh gewesen. Dies trotz der aufwändigen Hygiene-Vorschriften.

Entscheidung per WhatsApp-Gruppe getroffen

Als ob er es geahnt hätte, hatte Dold bereits im Juli seine EHS-Kollegen darauf hingewiesen, dass im Oktober möglicherweise auch kein verkaufsoffener Sonntag stattfinden kann. Nachdem der Handharmonika-Spielring/Trachtengruppe seine Entscheidung zwischenzeitlich kundtat, habe er sich nochmals vor drei Wochen mit seinem Stellvertreter Bernd Kaltenbach besprochen und nun auch mit den weiteren Vorstandskollegen in der WhatsApp-Gruppe einen Umlaufbeschluss gefasst, teilt Dold mit.

Situation wieder verschärft

Nachdem sich die Situation jetzt wieder verschärfte und es aktuell auch in Schonach ein paar bestätigte Corona-Fälle gebe, habe man sich dazu entschlossen, die Läden am „Kilwi“-Sonntag lieber zuzulassen. „Das Ganze schmerzt zwar“, räumt Dold ein, „uns bleibt jedoch keine andere Wahl.“

„Nicht verantwortbar“

Derzeit sei es einfach zu unsicher, zu gefährlich und unterm Strich auch nicht verantwortbar, eine solche Veranstaltung im Ort durchzuführen, erläutert Dold gegenüber unserer Zeitung. „Auch wenn wir uns längst schon beim Gesundheitsamt über das erforderliche Hygienekonzept samt verschärfter Maskenpflicht informiert hatten. Wir wollen nicht, dass es wegen uns einen Hotspot in Schonach gibt“, sagte Michael Dold.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €