Ein ungewöhnliches Baugesuch lag dem Gemeinderat Schonach in jüngster Sitzung vor. In der Sommerbergstraße plant eine Bauherrschaft die Schaffung von außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten in Form zweier Weinfässer mit der Fläche von etwa vier auf 2,3 Meter und einer Höhe von 2,7 Meter sowie einer Kuckucksuhr mit den Maßen von 4,5 auf 2,5 Meter und der Höhe von 6,2 Meter.

Außergwöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten in Weinfässern, wie beispielsweise in Reichenbach bei Gengenbach (Foto), soll es auch künftig für Urlauber auch in Schonach geben.
Außergwöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten in Weinfässern, wie beispielsweise in Reichenbach bei Gengenbach (Foto), soll es auch künftig für Urlauber auch in Schonach geben. | Bild: Schneider

Die Anlage soll auf einer Gartenanlage zwischen bestehendem Parkplatz und dem Kurpark entstehen und neben Sitz- und Lagermöglichkeiten auch eine kleine Ausschankanlage bieten. Das alles soll auf einer Fläche von rund 33 mal 29 Meter entstehen, eine Anbindung an den Kurpark ist ebenfalls geplant. Die Anlage liegt größtenteils auf dem dort befindlichen Regenüberlaufbecken, den dazugehörigen Schächten und dem Schwellenbauwerk der Gemeinde-Kanalisation. Zwar müssten zum Erstellen der Anlage Befreiungen erteilt werden, da sich die geplante Anlage laut Bebauungsplan in einer privaten Grünfläche befindet, dies könnte aber laut Gemeindeverwaltung mitgetragen werden, vor allem, weil die Planungen die örtlichen Übernachtungsmöglichkeiten erweitern würde.

Positive Vorgespräche

Wichtig sei aber, dass die Zufahrt zu den Schächten und Einstiegen des Regenüberlaufbeckens auch mit größeren Fahrzeugen gegeben sei. Ob die ganze Sache durch das Baurechtsamt mitgetragen werde, sei noch zu prüfen, erste Vorgespräche seien aber durchaus positiv verlaufen. Bürgermeister Jörg Frey freute sich über die Pläne, auch darüber, dass die gemeindeeigenen Investitionen im Kurpark Auslöser hierfür gewesen waren. Christian Kuner (OGL) wollte wissen, wie es mit Sanitäranlagen aussehe. Frey erklärte, dass es sich hier nur um reine Übernachtungsmöglichkeiten handle, die komplette Versorgung, also auch die Sanitäranlagen, würde über das Hotel des Antragsstellers laufen. Kuner stellte noch fest, dass es sich hier laut Bebauungsplan um private Grünfläche handle. Bei einem anderen Vorhaben, ebenfalls auf privater Grünfläche, habe er abgelehnt, er werde dies auch hier tun.

Kurparkplaner engagiert

Katrin Kimmig (OGL) fragte an, ob das Vorhaben mit den Planungen des Kurparks übereinstimme. „Bei dem Vorhaben zum Bau des Insektenhotels war dies ja auch Kriterium“, sagte sie und wies damit auf die Pläne der Grünen hin. Frey betonte, dass es sich hier um ein Vorhaben auf Privatgrund handle, man da also gestalterisch keine Auflagen machen könne. „Aber die Planungen werden durch Planwerk Gehle durchgeführt, demselben Büro also, dass auch den Kurpark geplant hat“, beruhigte er. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben bei der Gegenstimme Christian Kuners zu.