Mit ihrer bundesweiten Aktion im Januar haben viele Modehändler die Aufmerksamkeit der Politik erworben. Diese Woche startet die nächste Gemeinschaftsaktion unter dem Slogan: „Wir stehen auf_Recht / Wir schließen_uns zusammen!“

E-Mail an Schonacher Einzelhändler

In einer E-Mail schrieb Axel Kaltenbach vom Geschäft „Zweisam Mode“ an seine Kollegen vom Einzelhandelsverband Schonach (EHS) und Lockdown-Betroffene: „Ohne massiven Druck aus der Wirtschaft hätte die Politik uns bis heute keine nennenswerten Hilfen angeboten“, ist sich Kaltenbach sicher. „Was unterm Strich dabei rauskommt, wissen wir im Detail bis heute nicht“, fährt er fort. Wie beispielsweise das „wichtige Thema“ der Warenwertabschreibungen wirklich zu deuten sei, das könne niemand sagen.

Kaltenbach sieht Rückenwind für Händler

Umso wichtiger sei es, „jetzt den Druck auf die Regierung weiter zu verstärken“, damit man die Geschäfte wieder öffnen dürfe und endlich anständig für die Einbußen entschädigt werde. Es gehe nicht nur um Modehändler, sondern alle Händler, aber auch Gastronomen und andere betroffene Gewerbetreibende seien eingeladen, sich anzuschließen. Dies vor dem Hintergrund, dass sich laut Kaltenbach die öffentliche Meinung in weiten Teilen auf die Seite der Öffnungsbefürworter geschlagen habe und Alternativen zu den ständigen Lockdowns fordere.

Sammelklagen mit reduziertem Kostenrisiko

Genau deshalb sei „jetzt die richtige Zeit zu handeln“, argumentiert Kaltenbach weiter. Er forderte seine Kollegen auf, sich an den einzelnen Klagemöglichkeiten zu beteiligen. Der strategische Ansatz der Sammelklagen sei sicher interessant und durch das stark reduzierte Kostenrisiko ergebe sich für alle die Chance, mitzumachen. Auch weitere Gewerbetreibende sowie Gastronomen und Hoteliers könnten sich anschließen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Ich finde es wichtig, dass möglichst viele bei der Aktion mitmachen. Bis jetzt haben sich den Klagen in wenigen Tagen bundesweit bereits über 500 Unternehmen angeschlossen und ich bin mir sicher, dass es mehr als 1000 werden bis zum Wochenende“, sagt Kaltenbach im Gespräch. Abschließend betont der Schonacher Händler, dass er die Initiatoren der Initiative persönlich kenne und sich für die Seriosität des Ganzen verbürge.