In nichtöffentlicher Sitzung hat der Schonacher Gemeinderat beschlossen, für das geplante Baugebiet am Höfleberg mit dem Geländeinhaber, der katholischen Pfarrpfründestiftung, Verträge zu schließen. Dies gab Bürgermeister Jörg Frey am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt, die Corona-bedingt im großen Saal des Haus des Gastes stattfand.

Entscheidung zwischen Höfleberg und Viertelberg

Wie berichtet hatte eine Gemeinderatsmehrheit bereits im Februar zugestimmt, den Höfleberg als Baugebiet auszuweisen und das Bebauungsplanverfahren fortzuführen. Die Gemeinde müsse sich baulich weiterentwickeln und Bauwilligen entsprechende Möglichkeiten bieten können, so die Verwaltung damals. Zwei Optionen waren im Blick: der Höfleberg oberhalb der Schillerstraße sowie der Viertelberg oberhalb der Johann-Peter-Hebel-Straße/Holzeckweg.

Nur ein Eigentümer

Als Vorteil des Höflebergs wurde angesehen, dass hier nur mit einem Eigentümer zu verhandeln wäre und dieser auch schon klar Interesse signalisiert habe, also eine relativ zeitnahe Umsetzung möglich sei – anders als im Gebiet Viertelberg, wo es zahlreiche Grundbesitzer gebe und parallel zum Bebauungsplanverfahren eine amtliche Baulandumlegung nötig würde.

Erbbaupacht statt Verkauf

Verwaltung und Gemeinderat bevorzugten am Ende den Höfleberg mit potenziell 16 Bauplätzen. Eigentümerin und spätere Vermarkterin der Bauplätze wäre, wie damals berichtet, die katholische Pfarrpfründestiftung, die die Plätze aber nicht verkaufen, sondern in Erbbaupacht anbieten möchte. Die Grundstücke werden dann üblicherweise für 99 Jahre verpachtet für vier Prozent des Grundstückswertes pro Jahr. Meist wird dem Erbbaurechtsnehmer nach 33 Jahren das Gelände zum Kauf angeboten.

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Die Gemeinde kann die Preise dabei nicht beeinflussen, hat aber auch kein Risiko bei der Entwicklung und Erschließung. Laut Absprache soll nur eine Deckelung der Erschließungsbeiträge auf 130 Euro je Quadratmeter durch die Gemeinde ausgesprochen werden.

Grüne Liste stimmte mit Nein

Im Gemeinderat stimmte die Grüne Liste (OGL) schließlich mit Nein, aber eine Mehrheit des Gremiums war dafür, den Höfleberg als Baugebiet auszuweisen und das Bebauungsplanverfahren fortzuführen. Die Verwaltung wurde mit der Ausfertigung entsprechender Verträge beauftragt. Das Bebauungsplanverfahren soll möglichst noch im Jahr 2021 zum Abschluss gebracht werden.