Um die Versorgung der Einwohner Schonachs zu gewährleisten, hatte die Gemeinde bereits 2014 mit dem Aufbau einer eigenen örtlichen Breitbandinfrastruktur begonnen. Zur Abwicklung wurde damals der Eigenbetrieb Breitbandversorgung Schonach gegründet, über den die Investitionen buchungstechnisch abgewickelt wurden.

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Ebenfalls 2014 wurde auf Kreisebene der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar gegründet, dessen Mitglied Schonach ist. Das von der Gemeinde selbst geschaffene Breitbandnetz widerspricht aber der Zweckverbandssatzung. Aktuell wird das Netz von der Gemeinde an den Zweckverband verpachtet, dieser verpachtet es weiter an den Netzbetreiber.

Gemeinde behält die Zuschüsse

Der Eigenbetrieb bilanzierte zum 31. Dezember 2018 ein Anlagevermögen von 1.112.174 Euro sowie Zuschüsse von 277.916 Euro. Das Anlagevermögen soll nun rückwirkend zum 1. Januar 2019 an den Zweckverband übertragen werden. Im gleichen Zuge erhöht sich die von der Gemeinde an den Verband bezahlte Investitionssumme in gleicher Höhe. Schonach erwirbt sozusagen weitere Anteile am Zweckverband in Höhe des Anlagevermögens. Die 277. 916 Euro an Zuschüssen verbleiben in der Gemeinde und werden aufgelöst.

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Das Vorhaben wurde mit dem Steuerberater und dem Zweckverband diskutiert, es habe nichts gegen die Ausführung gesprochen. Mittlerweile liege ein Vertrag vor, der auf die steuerliche Thematik hin geprüft wurde. Dieser wurde nun vom Gemeinderat in der jüngsten Sitzung diskutiert und für gut geheißen. Bürgermeister Jörg Frey wird damit beauftragt, diesen Vertrag zu unterzeichnen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorgehen geschlossen zu.

Förderbescheid ist da

Die Gemeindeverwaltung gab am Ende der Sitzung bekannt, dass der Förderbescheid für den Ausbau des Breitbands kürzlich eingegangen sei. Für die geplanten Investitionen in Höhe von etwa 5,2 Millionen Euro gibt es fast 80 Prozent an Förderung. „Wir wollen in den kommenden zwei Jahren damit vor allem die Außenbereiche anschließen“, kündigte Bürgermeister Frey an.