• Gefahr: Das Gas Radon entsteht aus dem Zerfall von Uran und Radium. Es dringt aus dem Boden in Gebäude ein und kann Lungenkrebs verursachen. In manchen Regionen des Schwarzwalds tritt es verstärkt auf. Schonach ist die einzige Kreisgemeinde, die als Vorsorgegebiet ausgewiesen werden soll.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Folgen: Durch die Ausweisung eines Radonvorsorgegebiets sind Inhaber von Betriebsstätten mit Arbeitsplätzen im Erd- und Kellergeschoss verpflichtet, die Radonmenge an diesen Arbeitsplätzen zu bestimmen und zu messen. Ab einem Jahresmittel von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Luft müssen Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer ergriffen werden. Neubauten müssen so errichtet werden, dass Radon nicht oder nur sehr schwer ins Innere eindringen kann.
  • Einschätzung: Bürgermeister Jörg Frey wollte das Thema nicht kleinreden, mahnte aber vor Panik. Die zuletzt ausgeführten Messungen sollen die Bürger lediglich für dieses Thema sensibilisieren. Warum Schonach als einzige Gemeinde im Kreis als Vorsorgegebiet ausgewiesen werden soll, ist laut Frey nicht nachvollziehbar und entbehre jeglicher Datengrundlage. „Es sind keine klaren Nachweise vorhanden, dass in Schonach Radon in solch hohem Ausmaße austritt“, so Frey. Er war der Ansicht, dass man seitens der Gemeinde einen Datennachweis anfordern sollte, der aufzeigt, wie die vermutete Uranverteilung tatsächlich ist.
  • Beschluss: Der Gemeinderat beauftragte die Gemeindeverwaltung aber auch damit, eine Stellungnahme abzugeben und vor allen eine aussagekräftige Datengrundlage einzufordern.