Eingeläutet wurde der Fasnetauftakt durch die Kirchenglocken und ein „Schüsslein“, den Knall eines kleinen Silvesterknallers durch den Schonacher Oberzunftmeister selbst. Im Gespräch befand Ozumei Jonny Kienzler, es sei jetzt mal Zeit für etwas „Luschdiges“ statt immer nur US-Wahl und Corona. Damit auch wirklich jeder das aktuelle Motto mitbekommt, verkündete er es lauthals: „De Trump isch passé, jetz no Corona – des wär schee“.

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  • Einschränkungen: Stand Anfang Oktober wäre die Eröffnung der diesjährigen Kampagne noch vollumfänglich mit bis zu 100 Personen möglich gewesen. Zwei Wochen später wäre sie schon auf das engere Vorstandsteam eingeschränkt gewesen. Seit dem Teil-Lockdown im November ging es dann nur mehr zu zweit – also der Ozumei und ein Pressevertreter.
  • Ehrung ohne Geehrten: Eine Ehrung gab es auch noch – allerdings ohne den Beteiligten selbst: Robin Kienzler ist seit elf Jahren Mitglied des Narrenrats. „Lehrlinge gab es in diesem komischen Jahr leider nicht“, stellt der Ozumei fest. Die Hauptversammlung, die eigentlich am Samstag, 14. November, angestanden wäre, werde man kurzfristig nachholen, sobald dies möglich sei.
  • Das steht für 2021 fest: „Wie es mit der Fasnet 2021 weitergehen wird, werden wir letztlich in der ersten Januarwoche klären“, sagte Kienzler. Den Zunftabend im Haus des Gastes müssten die Geißenmeckerer wegen der geltenden Abstands- und Hygieneregeln wohl absagen. Überregionale Umzüge und Narrentreffen seien bereits im August abgesagt worden. Eins sei aber sicher: „‘s Narreblättli kommt; wir freuen uns auf Beiträge, die man wie immer im Kasten der Narrenzunft am Schwanen, bei Chefredakteur Martin Schmidt oder auch bei jedem Narrenrat abgeben darf“, verbreitete Kienzler Optimismus.
  • Das ist noch nicht klar: Eine reine Dorffasnet wäre nach Jonny Kienzlers Dafürhalten in eingeschränkter Form möglich. „Wenn wir was machen, dann für die Kinder, ansonsten kann ich mir eine völlig unorganisierte Fasnet vorstellen – dabei darf ja jeder als Hansele anziehen, was er mag“, sagte er. Alles in allem hänge die am Mittwoch gestartete Fasnetsaison an den Maßnahmen, die rechtlich vorgeschrieben werden.
Jonny Kienzlers Corona-Abstandshalter kann an den Gürtelschlaufen eingehängt werden – die Idee will er zum Patent anmelden.
Jonny Kienzlers Corona-Abstandshalter kann an den Gürtelschlaufen eingehängt werden – die Idee will er zum Patent anmelden. | Bild: Hans-Jürgen Kommert
  • Närrische Idee: In Auftrag gegeben habe er die Patentanmeldung für einen „Corona-Abstandshalter“ – „für die Triberger Narren gibt es auch eine Gebrauchsanleitung dazu“, stichelte Kienzler.