Ein Leben voller Arbeit liegt hinter dem gebürtigen Schonacher Ewald Dold, den viele im Dorf kennen, obwohl er lange in Triberg gewohnt hat. Geboren ist er am 5. Juli 1930 und kann darum morgen, Sonntag, seinen 90. Geburtstag feiern.

Erster Job als Hirtenkind

Als Dold zur Welt kam, wohnten seine Eltern am heutigen Grubweg. Mit vier Geschwistern wuchs er auf. Zunächst besuchte er den Kindergarten St. Raphael, und als er in die Volksschule kam, bekam er bald den ersten Job als Hirtenkind. „Ich durfte die Kühe vom benachbarten Heldbauernhof hüten“, erzählt Dold stolz. Mit zehn Jahren zog er auf den Schanzenberghof, um dort das Vieh zu hüten. „Ab der vierten Klasse musste ich deshalb in die Rensberger Schule gehen, nur während der Abschlussklasse besuchte ich wieder die Volksschule von Schonach.“

Metzgerlehrling als 14-Jähriger

Mit 14 Jahren zog er nach Triberg um und begann in der Metzgerei Klausmann seine Ausbildung. „Lehrlinge und Gesellen hatten damals Kost und Logis im Haus“, erläutert Dold. Nach dem ersten Gesellenjahr wechselte der junge Mann 1950 nach Schonach in die Metzgerei Maier, bei der er sich auf die Meisterprüfung vorbereitete.

Mit 25 Jahren den Meisterbrief in der Tasche

Da er strebsam und fleißig war, hatte er bereits mit 25 Jahren seinen Meisterbrief in der Tasche. Nun konnte er von der Hochzeit mit seiner Verlobten Hilda Wehrle aus Triberg träumen. Er hatte sie bereits 1952 im früheren Gasthaus „Schwert“ im Schonacher Untertal beim Tanzen kennengelernt. Im Januar 1956 läuteten in der Triberger Wallfahrtskirche die Hochzeitsglocken für das glückliche Paar.

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Früherer Wohnsitz steht heute im Freilichtmuseum

Nun zog der junge Ehemann zur Familie Wehrle auf den Haldenhof, auf dem seine Hilda zu Hause war. Der Schonacher Haldenhof beim Triberger Bahnhof gehörte schon seit 1938 der Stadt Triberg und steht nun seit fast 40 Jahren im Freilichtmuseum Neuhausen im Landkreis Tuttlingen. Bis Dold 1995 mit 65 Jahren in den Ruhestand ging, leitete er den Schlachthof von Triberg unterhalb der heutigen Realschule.

Bis heute lebt er mit seiner Frau in Schonach

Rechtzeitig bevor der Haldenhof abgebaut und nach Neuhausen verlegt wurde, kaufte Dold gemeinsam mit seinem Sohn ein Haus in der Schonacher Waldstraße am Pauliberg, in dem er bis heute mit seiner Frau wohnt.

Vorfreude auf die Eiserne Hochzeit 2021

In der Vesperstube auf dem Schanzenberg von Niederwasser ist das Familienfest geplant. Mit seiner Ehefrau wird der Jubilar Tochter Irene Budnik aus Triberg und Sohn Ewald samt deren Familien empfangen. Sieben Enkelkinder und sieben Urenkel können dem Opa und Ur-Opa zum runden Geburtstag gratulieren. Das rüstige Rentnerpaar freut sich jetzt schon auf die Eiserne Hochzeit im Januar 2021, dann sind sie 65 Jahre glücklich verheiratet und können das nächste Familienfest feiern.