Die Bedarfsplanungen für das Kindergartenjahr 2020/2021 sollte dem Gemeinderat schon lange vorliegen. Aufgrund der Corona-Pandemie verschob sich die Sache aber. Hauptamtsleiterin Sarah Brinkhus stellte dem Gremium nun die Zahlen vor. Der Gemeinderat beschloss die Umwandlung der zweiten Krippengruppe im Kinderhaus in eine altersgemischte Kleingruppe mit zehn Kindern dann einstimmig.

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Mit Stand 13. Mai gab es bislang 22 Geburten im Jahr 2020 in Schonach, im gesamten vergangenen Jahr waren es 33. Zum Stichtag 13. Mai lebten 107 Kinder von drei bis sechs Jahren in Schonach und 135 unter drei Jahren.

Nur etwas Luft

Der Kindergarten St. Raphael ist im laufenden Jahr voll belegt: 100 Kinder im Ü3-Bereich und 20 Kinder im U3-Bereich. Im Kinderhaus Gipfelstürmer ist hingegen noch etwas Luft: In der altersgemischten Gruppe sind zwar alle 20 Plätze belegt, im U3-Bereich sind aber von 20 verfügbaren Plätzen aktuell nur neun belegt.

Plus und MInus

Die Bedarfsbefragung, so Hauptamtsleiterin Sarah Brinkhus in der jüngsten Schonacher Gemeinderatssitzung, ergab nun einen Bedarf von 128 Plätzen im Ü3-Bereich (120 Plätze sind vorhanden) und 25 Plätzen im U3-Bereich (40 Plätze sind vorhanden). Um dem Bedarf gerecht zu werden, könnte man nun die zweite Krippengruppe im Kinderhaus Gipfelstürmer in eine altersgemischte Gruppe umwandeln. Elf Plätze wären hier frei, wobei zu beachten gilt, dass die U3-Kinder jeweils doppelt zählen würden.

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Somit hätte man aber dann Platz für die sieben fehlenden Plätze und sogar noch weitere Kinder. Kosten entstünden der Gemeinde nicht, so Brinkhus, denn die Einrichtung der bereits genehmigten zweiten Krippengruppewurde wurde bereits vertraglich vereinbart.

Nur vorübergehende Lösung

Sarah Brinkhus mahnte aber, dass dies nur die Lösung für das Kindergartenjahr 2020/2021 sein könnte. „Wir werden im Folgejahr weitere Plätze benötigen, darüber können wir uns angesichts der Geburtenzahlen sicher sein.“

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„Die Zahlen zeigen uns, dass es gut und richtig war, einen weiteren Kindergarten zu installieren“, sagte Bürgermeister Frey. Allerdings müsse nun reagiert werden. Die vorgeschlagene Lösung sei auf die Schnelle die kostengünstigste und einfachste. 2021 würde es dann ungleich schwerer werden, sagte Frey. „Wir müssen uns Gedanken machen: Waldkindergarten, Anbau oder was auch immer.“ Auf der einen Seite sei die große Zahl an Geburten im Ort sehr erfreulich, auf der anderen Seite stelle sie die Gemeinde aber auch vor große Herausforderungen.

Gute Erfahrungen

Es sei doch die Rede davon gewesen, dass eine altersgemischte Gruppe nicht ideal wäre, stellte Katrin Kimmich in den Raum. Das sei tatsächlich so gewesen, als man für den Kindergarten St. Raphael vor einigen Jahren vor der Entscheidung stand. „Damals bat die Kindergartenleitung davon abzusehen.“ Doch die Leitung des Kinderhauses Gipfelstürmer habe in ihren anderen Einrichtungen gute Erfahrungen gemacht, erklärte Bürgermeister Frey.

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